ARBEITSBLATT: Herr Peter Fall hat Epilepsie…

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Fallbeispiel

Herr Peter Fall – 47 Jahre alt – lebte seit 20 Jahren wegen einer therapieresistenten Epilepsie in der betreuten Wohneinrichtung der Haus-Tobias-Stiftung „Zum Thalamus“ in einem eigenen Zimmer. Früher war er ein leidenschaftlicher Schwimmer und wollte auch – trotz intensiven ärztlichen Abratens – das Schwimmen nicht lassen. Nach dem zweiten lebensgefährlichen Schwimmunfall blieben leichte Hirnleistungsstörungen bei ihm übrig. Als Spezialservice der Stiftung bekam er zum Schwimmen den Heilerziehungspfleger Konrad Leke – Sie kennen ihn durch den Bewohner Ronny Paul, bei dem er „Meister“ im Beherrschen von Kommunikationssperren war (Kommunikation war nicht „sein Ding“!) – als persönlichen Betreuer an seine Seite. Hier bewährte sich Konrad schon viele Male als kompetenter Rettungsschwimmer, da Herr Fall auch im Wasser hin und wieder Anfälle hatte.

  1. Was für Ursachen könnte die Epilepsie von Herrn Fall haben?
  2. Welche Faktoren könnten bei Peter Fall Anfälle auslösen?
  3. Was für 2 große Gruppen von epileptischen Anfällen gibt es ( bezogen auf den Umfang der betroffenen Großhirnrinde) ? Bitte erläutern Sie beide Begriffe kurz.
  4. Da Herr Fall eine Vielfalt von Anfallsformen zeigt, versuchen Sie mögliche Anfälle (außer dem Grand mal) kurz zu schildern und einzuordnen(siehe 3). Zeigen Sie dabei Hilfsmaßnahmen auf.
  5. Herr Fall hat hin und wieder auch einen Grand mal. Schildern Sie diesen und ergreifen Sie erste Hilfsmaßnahmen.
  6. Welche Ratschläge würden Sie Herrn Fall für das tägliche Leben mit auf den Weg geben?
  7. Was bedeutet für Herrn Fall „therapieresistente Epilepsie“?
  8. Was verstehen Sie unter einem Status epilepticus? (1 Antwort ist richtig)
    1. Einen bis zu drei Minuten dauernden epileptischen Anfall (Grand mal)
    2. Mehrere Anfälle ohne Wiedereintritt des Bewusstseins
    3. Die genaue Beschreibung eines epileptischen Anfalle
    4. Den Aufnahmebefund eines Epileptikers

 

Die Antworten finden Sie alle beim Durcharbeiten des Kapitels über

Punkt EPILEPSIE

ARBEITSBLATT: Frau Magda Crimm ist depressiv …

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Stifte
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Fallbeispiel:

Frau Magda Crimm (46 Jahre) – saß seit fast einem Jahr depressiv und antriebslos in dem wunderschönen mit Stuck verzierten Schlafzimmer im antiken Sessel ihrer Großmutter Lore und rührte und regte sich nicht.
Ihr Mann Andreas kannte dies schon aus der Vergangenheit. Fast regelmäßig bekam Magda alle paar Jahre ihre Schwermutszustände.

Doch diesmal wollte die Depression einfach nicht weichen.
Da Herr Crimm eine längere Dienstreise vor sich hat und seine Frau sich weigert, in ein Krankenhaus zu gehen, empfiehlt der behandelnde Arzt, daß Magda einige Zeit in dem Wohnheim „Zum Thalamus“ verbringen soll. Hier leben Menschen mit den verschiedensten Behinderungen. In diesem Wohnheim arbeitet Friederike als Heilerziehungspflegerin.

Zur Aufnahme kommt Frau Crimm in Begleitung ihres Mannes. Sie bewegt sich langsam, der Gang ist schleppend. Während des Aufnahmegespräches sitzt Magda fast die ganze Zeit bewegungslos auf ihrem Stuhl, sie nimmt kaum Blickkontakt auf, ihre Mimik ist starr, spricht leise und monoton. Auf Fragen antwortet sie langsam und einsilbig, sie kann sich nur schwer auf das Gespräch konzentrieren. Nach ihrem Befinden befragt, sagt sie, dass sie gar nichts mehr fühlt, sie sei „wie ein Zombie, wie tot und trotzdem am Leben.“ Morgens bleibe sie einfach im Bett liegen, erst nach langer Zeit gelinge ihr das Aufstehen. „Alles ist unglaublich mühsam, das Aufstehen, dann jede kleine Verrichtung im Haushalt.“ Selbst das Denken und Sprechen falle ihr schwer, „der Kopf ist wie blockiert“.

Herr Crimm ergänzt: „Jetzt meint sie sogar, wir müssten das Auto und die Eigentumswohnung verkaufen. Dabei verdiene ich gut, wir haben keine Schulden. Es nützt nichts, ihr die Kontoauszüge zu zeigen, sie hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir arm sind und bald betteln müssten.“

1

Das Fallbeispiel zeigt Magda Crimm mit einer Depression . Friederike war bei der Aufnahme dabei und versuchte, die Beschwerden und die psychischen Auffälligkeiten von Magda in psychiatrische Begriffe zu fassen. Ein Satz wie „Der Kopf ist wie blockiert, das Denken fällt mir schwer.“ deutet z.B. auf eine Denkstörung – genauer eine Denkh…. – hin. Beschreiben Sie an Stelle von Friederike folgende seelische Funktionen (und erläutern Sie sie ganz kurz):

    1. Bewusstsein
    2. Psychomotorik
    3. Antrieb
    4. Stimmung
    5. Affekte
    6. formales Denken
    7. inhaltliches Denken
    8. Suizidalität

2

Peter Fall ist Epileptiker und bekommt seit einigen Tagen höher dosierte Antiepileptika. Friederike beobachtet, dass er seit dieser Medikamentenerhöhung zunehmend schläfrig und verlangsamt wirkt.
Wie heißt diese Bewusstseinsstörung?

3

Der 30jährige Ralph – seit 2 Jahren durch einen schweren Motorradunfall dement – salutiert am Abend vor Peter Baum, der Hausmeister im Wohnheim „Zum Thalamus“ ist, und sagt: „Guten Morgen, Herr Major, zu Befehl!“ In welchen 2 Bereichen ist Ralph desorientiert?

4

Ronny Paul (25, Schizophrenie) sagt nach dem Frühstück zu Friederike: „Das Brot schmeckte nach Verwesung.“
Außerdem erzählt er von seiner schlaflosen Nacht: „Ich fühlte, wie ein elektrischer Schlag von außen in meinen Bauch eindrang, meine Leber verbrannte und eine glühende Hitze in der Brust hervorrief.“
Wie heißen die beiden Wahrnehmungsstörungen?

5

Maria sagt zu Friederike: „Über die Sache muss Gras wachsen. Gestern war ich auf einer Wiese, mögen Sie auch blaue Blumentöpfe? Ich kann ganz toll kochen..“
Was für eine formale Denkstörung hat Maria?

6

Was ist Affektlabilität?

7

Was ist Ambivalenz?

8

Ronny beklagt sich:“ Maria nimmt mir mit Magnetismus meine Gedanken weg. Ich habe einen ganz leeren Kopf.“
Was für eine Störung hat Ronny. Beschreiben Sie sie kurz.

 

Die Antworten finden Sie, wenn Sie noch einmal das Kapitel

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

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ARBEITSBLÄTTER: Legespiel zum psychopathologischen Befund, Begriffe und Erläuterungen

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Stifte
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Da wir für die Beschreibung von psychiatrischen Erkrankungen – und auch von neurologischen Erkrankungen wie Chorea Huntington, Parkinson-Syndrom, Epilepsie … – spezielle Fachbegriffe benötigen, werde ich versuchen, Ihnen diese durch Legen, Puzzeln und Kleben näher zubringen.

Der psychopathologische Befund ist die Beschreibung von psychischen Auffälligkeiten eines Menschen.

Diese Auffälligkeiten sollten möglichst einfach und verständlich beschrieben werden. Der psychopathologische Befund ist für die Diagnosefindung sehr wichtig. Wenn Sie den psychischen Zustand eines Menschen beschreiben möchten, sollten Sie
auf ganz bestimmte „Teile“ der Psyche achten – z.B. auf das Bewusstsein, auf die
Orientierung, auf die Stimmung u.s.w. In der Praxis beginnt man meist mit der Einschätzung des Bewusstseins, der Orientierung,
der Psychomotorik und des äußeren Erscheinungsbildes. Die Reihenfolge kann aber auch
beliebig anders gewählt werden.

Aufgabe:

Drucken Sie sich die unten folgenden Bilder aus und schneidenSie die Kärtchen aus.
Suchen Sie zu allen Oberbegriffen die entsprechenden Beschreibungen und kleben
Sie alles auf. Ob Sie es richtig gemacht haben, können Sie erkennen, wenn Sie folgenden Abschnitt noch einmal durchgehen: 

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

Psychopatho4eMaxi
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Psychopatho1aMaxi
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Psychopatho4cMaxi
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Psychopatho4dMaxi
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Zur eigenen Kontrolle:

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

GEDANKENSPLITTER…

Freitag, 5. Mai 2020

Nachdenken über den Zustand nach dem Tod

inspiriert durch den Kriminalroman „Ostfriesen Hölle“ von Klaus-Peter Wolf (Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main, März 2020, Seite 414, www.klauspeter-wolf.de).

Ein Junge steckt in Lebensgefahr, hat Todesangst und denkt darüber nach, was ist, wenn er getötet wird:

„Werde ich bald bei meinen toten Eltern sein? Werde ich Cosmo wiedersehen und seine Mutter? Oder ist nach dem Tod einfach nur Schluss, Ende, aus? Werde ich wiedergeboren werden? Diesmal vielleicht in einer Hungerregion der Erde statt im Wohlstand dieses Landes? Kommt man als Mensch zurück oder vielleicht gar als Tier? Werde ich eine Kuh, die täglich gemolken wird, oder ein Rind, das gutabgehangen in Stücken verkauft wird? Filet, Hüfte, Nacken oder Beinscheiben…“

Gestern-Heute-Morgen
Papiercollage, Elke Zagadzki, 2007

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Meine Ideen zum MORGEN:

T  hriller, Psychothriller, Krimis, Non-Krimis

H  äkeln und andere Handarbeiten…

rinnerungen, Gestern, Vergangenes…

orgen, Zukunft, Pläne, Sorgen, …

E  nde des Lebens, Altern und Altwerden… Das       letzte Abenteuer?

N  och Vieles mehr…. Gedankensplitter,                      interessante psychiatrische Themen…

Wer hat andere Ideen? So recht weiß ich zum MORGEN noch nix anzufangen…

1.8. Orientierung, Psychomotorik, Suizidalität

1.8. Orient PsychomoSuizida
„Teile“ der Psyche, die bei einem psychopathologischen Befund beschrieben werden

Psychomotorik

1

 

 

 

 

 

.

 

Psychomotorische Störungen:

2345

Orientierung

6789

Suizidalität

10

 

 

 

 

 

 

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FRIEDRICH

Friedrich macht hauptberuflich – er hat an der

Punkt Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig

studiert – sehr schöne und oft sehr eigenwillige

  • Bilder, Collagen, Büsten und Skulpturen.

friedrich-froehlich-Ramses
Friedrich Fröhlich, Meine Katze, Plotterzeichnung (Linienbild), 47 × 38  cm

Um sich über Wasser zu halten, arbeitet er als

  • Programmierer – er ist Autodidakt – und erstellt
  • Webseiten für seine Kunden und betreibt eine
  • Kunstplattform, auf der er Kunstwerke von modernen Künstlern ausstellt.

Hier seine Websites:

Punkt Friedrich Fröhlich

Punkt bildende-künstler.net

 

 

 

Screenshots von meiner alten Homepage

Es ist endlich soweit! Ab Juni 2020 wird meine alte Homepage aus dem weltweiten Netz verschwunden sein. Sie hat mich fast 20 Jahre treu begleitet, mir und meinen Schülern als Unterrichtsergänzung gute Dienste geleistet, mir einfach viel Spaß bereitet und mich gelehrt, ein ganz klein wenig HTML schreiben zu können.

Mein Sohn Friedrich hat sie mir programmiert als er 15 Jahre alt war. Ich habe sie dann nach und nach mit Leben gefüllt, bis er mir vor einiger Zeit sagte, dass sie nicht mehr sicher sei. Auf seinen Rat hin habe ich mich dann hier WordPress zugewendet.

Hier zur Erinnerung einige Screenshots von ihr.

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AlteHp15

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SCHIZOPHRENIE

EIN BLOG FÜR LANGSAME – DIE ZEIT IST REIF… >*PSYCHIATRISCHES, NEUROLOGISCHES, PSYCHOLOGISCHES …* >SCHIZOPHRENIE

Die Schizophrenie war eines meiner wichtigsten Unterrichtsthemen. Es ist sehr umfangreich und etwas „undurchschaubar“ – jedenfalls für einen Laien. Ich habe versucht, ganz systematisch heranzugehen und alles „Fachchinesische“ zu übersetzen. Ich finde es sehr wichtig, dass Lernende für einen Heil- und Pädagogigberuf das Krankheitsbild der Schizophrenie richtig fassen und begreifen und sich in die Patienten hineinversetzten können. Es erleichtert den Umgang mit diesen und stärkt das gegenseitige Vertrauen. Betreuende und Begleitende können den Patienten besser die Therapien erklären und näherbringen, sodass die Patienten auch überzeugt und motiviert mitarbeiten können. Das ist sehr wichtig für den Erfolg einer Therapie.

Nach einer relativ groben Übersicht folgt dann eine ausführlichere Übersicht.

SchizophrenieÜbersichtKurz
Kurzfassung Übersicht zum Thema SCHIZOPHRENIE

 

SchizophrenieÜbersicht Ausführlich
Ausführliche Übersicht zum Thema SCHIZOPHRENIE

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Punkt Schizophrenie – Einführung

Schizophrenie – Ursachen

Schizophrenie – Symptome

ARBEITSBLATT: Ronny Paul hat Schizophrenie

ARBEITSBLATT: Fragen zur Schizophrenie

1.7. Wahrnehmung

1.7.Wahrnehmung
„Teile“ der Psyche, die bei einem psychopathologischen Befund beschrieben werden

Störungen in der Wahrnehmung können  unter anderem Sinnestäuschungen sein. Bei den

Sinnestäuschungen

werden im wahrsten Sinne des Wortes unsere Sinne von unserem Gehirn getäuscht, in die Irre geführt. Unsere Sinne nehmen etwas wahr, was nicht vorhanden ist. Oder es ist in der Realität etwas vorhanden, wird aber anders wahrgenommen.

Wir können in jeder Sinnesqualität (Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen) Sinnestäuschungen haben. Vor allem sind akustische Sinnestäuschungen sehr häufig.

Es gibt verschiedene Arten von Sinnestäuschungen.

  • Einfache Wahrnehmungsveränderungen

Gegenstände werden größer, kleiner oder bunter gesehen als sie wirklich sind, oder auch verzerrt oder verschwommen. Geräusche und Stimmen erscheinen lauter oder leiser.

  • Illusionäre Verkennungen

Sind dadurch gekennzeichnet, dass etwas real Vorhandenes für etwas anderes gehalten wird. Ein typisches Beispiel sind Bäume im Nebel, die als gefährliche Monster gesehen werden.

  • Halluzinationen

Den Sinneseindrücken, die der Mensch wahrnimmt, liegt keinerlei reales Objekt zugrunde. Der Betroffene ist von der Wirklichkeit der Wahrnehmung unkorrigierbar überzeugt.

    • optische Halluzinationen (das Sehen von Personen, Dingen, Ungeheuern, szenischen Abläufen)
    • akustische Halluzinationen (kommen sehr häufig vor, Stimmen, Geräusche). Von den Stimmen gibt es solche, die alles, was der Betroffenen macht kommentieren – kommentierende Stimmen. Oder es gibt Stimmen, die sich über den Menschen unterhalten – dialogisierende Stimmen. Oder es gibt Stimmen, die dem Menschen Befehle erteilen (imperative Stimmen). Der Betroffene kann auch Stimmen hören, die seine Gedanken aussprechen (Gedankenlautwerden).
    • Geruchshalluzinationen (Gasgeruch, Fäulnisgeruch)
    • Geschmackshalluzinationen (meist unangenehmer Geschmack)
    • Körperhalluzinationen (abnorme Leibgefühle – Coenästhesien – wie Nichtvorhandensein von Organen, Bewegungs-, Zug-, Druckempfindungen im Körperinneren, Schmerzen, Mißempfindungen)

Sonderfall: Leibliche Beeinflussungserlebnisse (Kombination Körperhalluzinationen plus Ich-Störung mit dem Gefühl des Gemachten. Die Umwelt macht etwas mit dem Körper des Betroffenen, deshalb hat er zum Beispiel brennende Schmerzen im Bauchbereich mit dem Gefühl, ein Loch im Magen zu haben)

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