Heute – Mundraub

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Dienstag, 4. Dezember 2018

 

Die Mundraub-Idee hatte ich vor ein paar Tagen von meiner Krankenkasse auf deren Webseite erhalten.

Es ging um regelmäßiges Obst- und Gemüseessen. Und darum, dass Obst und Gemüse für manche Menschen zu viel kostet, vor allem, wenn es sich um sogenannte Bio-Ware handelt (was man so und so nicht wirklich nachprüfen kann). Und dass manches von diesen Lebensmitteln umweltschädigende Transportwege – vom Ende der Welt zu uns – hinter sich hat. Und gleichzeitig kommt so Vieles aus unserer Region einfach um, weil keiner es aufhebt – z.B. bei Apfelbäumen, die der Gemeinde gehören.

Ich kenne das aus meiner unmittelbaren Umgebung. Die Äpfel fallen einfach auf den Weg und faulen vor sich hin. Ich habe die Äpfel oft aufgelesen und köstliches Dörrobst daraus gemacht.

Na jedenfalls gibt es eine Online-Plattform, die sich für die Entdeckung und Nutzung essbarer Landschaften weltweit einsetzt (unter Berücksichtigung aller rechtlichen Regeln natürlich). Es werden von den Mitgliedern Fundorte bekanntgegeben, wo es Obst, Kräuter, Gemüse, Beeren … zu sammeln und zu ernten gibt. Die Fundorte werden kartiert, sodass man wirklich die Stellen finden kann. Jeder kann sich dort melden und die Orte bekanntgeben.

Ich weiß jetzt aus dieser Quelle, wo ganz in meiner Nähe ein großer Walnussbaum steht. Unglaublich, wie präzise die Stelle angegeben wurde – und ich wohne wirklich weit ab von der Welt in einem winzigen Klosterörtchen!

Die ganzen Aktivitäten sind aber noch viel umfangreicher und ganzheitlicher. Informieren  Sie am besten sich selber auf dieser Plattform. Klicken Sie einfach den Link unten an.

hptt://mundraub.org

 

Heute – 1. Advent – Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott…

Sonntag, 2. Dezember 2018

Zeit für gemütliches Lesen eines Buches, welches mir mein Mann – ein bekennender gläubiger Katholik –  zum Ruhe-Freiheitsstand-Eintritt schenkte:

Andre´Comte-Sponville: Woran glaubt ein Atheist? Spiritualität ohne Gott

Ein Thema, was mich schon lange umtreibt, seitdem ich bekennender Atheist bin. Ein nicht ganz einfacher Weg für mich dorthin. Ich bin sozialisierter evangelischer Christ, habe so nach und nach an der Gottesexistenz  zweifeln „gelernt“, habe aber lange Zeit mir nicht getraut, dies jemanden zu erzählen. ich habe unterscheiden gelernt zwischen Religion – viele Religionen gibt es -, Kirche/n und Gott – auch hier gibt es ja viele Gottesbilder…. Habe mir darüber oft Gedanken gemacht.

Inzwischen kann ich ganz ehrlich und selbstbewußt über mein Atheistentum reden, obwohl ich von vielen Gläubigen – richtig nette Menschen, die ich nicht kränken möchte – umgeben bin. Diese haben mich nicht in ihrem Glauben überzeugen können, ich respektiere sie aber in ihren Anschauungen. Verlange aber das gleiche von ihnen für mich. Ich reagiere sehr allergisch, wenn ich merke, dass mich jemand missionieren möchte. Ich habe es aber auch nur sehr selten erlebt.

Ein Kirchenfeind bin ich nicht. Ich höre mir gerne Kirchenkonzerte an, kann dabei genießen und meditieren – halt eben nicht mit und über Gott. Bei Gottesdiensten – egal wo – fällt es mir schon schwerer. Viele Worte und Wendungen, Bibelzitate finde ich einfach nur schrecklich, wenn ich erst einmal beginne, darüber nachzudenken…

Immer wieder meine Frage: Was ist eigentlich Spiritualität? Wie sieht Spiritualität MIT und OHNE einen Gott aus? ….

Ich werde beim Lesen hier hin und wieder Notizen machen. Vielleicht können sich auch noch andere Mitlesende auf diesem Wege mit beteiligen…. Es macht schließlich Freude, zu philosophieren und über das Leben nachzudenken. Oder? Ich genieße das einfach. Früher habe ich mir nie Zeit für so etwas Spannendes genommen. Immer gab es etwas Wichtigeres beruflich und privat zu erledigen. Vielleicht kennen Sie dies ja auch…

Heute – Königsallee von Hans Pleschinski

Montag, 19.November 2018WP_20160712_15_15_11_Pro_LI

In unserem Literaturkreis lesen wir zur Zeit „Königsallee“ von Hans Pleschinski.

Ein wortgewaltiger Roman, der mich manchmal ziemlich überfordert, manchmal amüsiert kichern läßt, manchmal auch durch Längen – jedenfalls für mich – langweilt. Zum Teil für mich manirierte, übertriebene Schreibweise, die aber bestimmt ganz bewußt so gewählt wurde. Der Thomas-Mannsche Schreibstil sollte hier vermutlich weitergeführt werden.

Das Thema Homosexualität ist super bearbeitet worden … Das gefällt mir absolut.
Ich sammle hier einfach Gedankensplitter, um so nach und nach mich zu sortieren, auch mal etwas nachzulesen, da ich geschichtlich nicht so bewandert bin ….
Ich habe ständig Notizzettelchen bei mir, kritzel, kritzel… und übertrage es dann hier. Mal schauen, was dabei herauskommt.

  • Fiktive Begegnung von Thomas Mann und Klaus Heuser
  • Düsseldorf, Hotel Breidenbacher Hof, Schuhmann, Heinrich – Henry – Heine, Schuhmannsaal
    • Vorbereitung auf den hohen Gast
    • Nazi Generalfeldmarschall Albert Kesselring auch dort, oh,oh… rausgeekelt vom Personal, zieht nach Essen in die Villa Hügel
  • Betrachtungen von/über Klaus Heuser und Thomas Mann
    • Shanghai, Burma, Singapur, Hongkong
    • Sumatra, Boy Anwar kennengelernt
    • Vater Werner Heuser Maler
    • Eltern leben nach dem 2. Weltkrieg in Meerbusch
    • Mutter Mira, temperamentvoll, Mein Garten ist Karnevall, aus der jüdischen Patriziergeschlecht Oppenheimer
    • 1927 Treffen mit Thomas Mann auf Sylt (Das stimmte wirklich.)
    • Königliche Hoheit von Thomas Mann läuft gerade als Kinofilm
  • Gespräch Katja Mann und Erika Mann: Vor uns kann er fast Mensch sein … Was wären wir ohne ihn… Krüppel… Wir sind Sanitäterinnen und Wagenlenker…
  • Erika kommt zu Klaus Heuser und Anwer aufs Zimmer
    • Urkomische Szenen…
    • Haben Betten zusammengestellt
    • Erika will sie vertreiben, damit Thomas Mann Klaus Heuser nicht trifft…
    • Erika redet zu viel, redet, redet, stellt sich dar (mir sehr unsympathisch…)
  • Begegnung und Gespräch mit Ernst Bertram
    • Patenonkel von Elisabeth Mann( später Elisabet Mann Borgese, Seerechtsexpertin und Ökologin, 1918 bis 2002, Anmerkung Elke Zagadzki)
    • Ist dann für den Nationalsozialismus
    • … Nietzsche … Stephan George… Ernst Glöckner
    • Harry Heinrich Heine, Düsseldorf, Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…
  • Begegnung und Gespräch mit Golo Mann
    • Salem, Heuser schläft im Bett von Golo Mann
    • Thomas Mann, Man berührt das Kind…, wenn man einen menschlichen Körper berührt…
    • Golo Mann, der Zauderer, der Beißer…
    • Julio Kocherthaler? Salem… Freund von Golo Mann
    • Klaus Heuser muß Joseph (und seine Brüder) teilen mit Julio, da Thomas Mann ihn auch toll fand…
    • Klaus Mann (jetzt schon tot) mußte auf die Odenwaldschule, weil er für Salem zu hübsch war und bestimmte außergewöhnliche Neigungen hatte…
    • Golo im Lausitzer Bergwerk zeitweise
  • Thomas Mann in der Zwischenzeit Kulturprogramm und Interview mit kleinwüchsigen Lübecker Journalistin Kückebein (schlagfertiges Antworten auf Erikas Fragen, Verwandte in Gaskammern umgekommen)
  • Kapitel 7, Betrachtungen vom alten Thomas Mann, Frühstück mit Katja
    • Agnes Meyer…
    • Deprimierende Altersschilderung, Gedankensplitter…
    • Katja macht Lobhuddellei zu ihrem Mann, Thomas total egozentrisch, fragt überhaupt nicht nach Katja…
    • Kammerkatzen (haha, Männer, Anmerkung Elke Zagadzki)
    • Katja sagt Tommy zu Thomas Mann
    • Mit Importoliven war wohl kaum zu rechnen … (ziemlich verwöhnte arrogante Leute, Anmerkung von Elke Zagadzki)
    • Thema Kesselring und Golo Mann und Liebhaber
    • Erika beteiligt sich am Gespräch, unterschätzt Katja oft, diese ist sehr alltagspraktisch…
  • Betrachtungen von Klaus Heuser über die Ehe mit Anwar…
  • Nach Lesung im Schuhmannsaal Empfang im Düsseldorfer Malkasten
    • Katja lädt auch Heuser mit Begleiterin ein, registriert gelassen den geschlechtichen Irrtum…
    • Begegnung Heuser und Mann, Blick-und Wortwechsel, beide gerührt
  • Beide büchsen nachts aus, Taxifahrt zum Park von Schloss Benrath, erwarten Sonnenaufgang
    • Emotionsgeladene, für meinen Geschmack sehr schwülstige Gespräche…

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, wenn man den Thomas-Mannschen Schreibstil mag, sich geduldig darauf einlassen kann und viel Zeit dafür mitbringt.

Und es ist für mich eine Hommage an die Selbstverständlichkeit und Normalität von Homosexualität.

Heute – Vater unser – Jilliane Hoffmann

Sonnabend, 10 November 2018

Und hier noch ein spannender Thriller, den ich vor Kurzem las.

  • Vater unser

Es geht hier um das Thema Schizophrenie, ebenfalls gut und richtig recherchiert und spannend verpackt. Also nur zu!!!!

Heute – 3 Psychothriller von Wulf Dorn

Sonnabend, 10. November 2018

Vor Kurzem bekam ich drei Psychothriller geborgt. Heute habe ich den letzten zu Ende gelesen.

Ich kann sie weiterempfehlen an alle, die sich für Psychiatrie und psychiatrische Krankheiten und Themen interessieren. Sie sind super spannend, aber alle gut recherchiert, oft von der Seite eines psychiatrischen Klienten betrachtet. Und alles davon KÖNNTE passieren!!!! Realistisches und Psychotisches verschwimmen oft so, dass ich von den Ausgängen oft total überrascht wurde!

Hier die Titel:

  • Trigger
  • Phobia
  • Die Nacht gehört den Wölfen

Viel Spaß beim Lesen!!!