R

Rbunt

  • Rett-Syndrom
    X-chromosomal-dominant vererbte Erkrankung mit Hirnatrophie. Fast ausschließlich bei Mädchen (Häufigkeit 1 : 15 000). Ursache: In der männlichen Keimzelle (im Spermium) kommt es zu einer Spontanmutation im langen Arm des X-Chromosomens. Die Jungen erkranken nicht, da sie von der Mutter das gesunde X-Chromosom bekommen und das Y-Chromosom vom Vater. Mädchen erkranken, weil sie das eine kranke X-Chromosom vom Vater erhalten. Dies setzt sich dominant durch, auch wenn die Mutter das andere gesunde X-Cromosom weitergibt.
    Klin.: Manifestation zw. 6. Monat u. 4. Lebensjahr. Abnahme des Schädelwachstums, Verhaltensstörungen i. S. einer sozialen u. psychomotor. Regression mit Verlust bereits erworbener Fähigkeiten, Stereotypien (waschende, knetende Handbewegungen), Demenz, Gangstörungen, Apraxie u. Rumpfataxie. Häufig tonisch-klonische Krampfanfälle, evtl. Herzrhythmusstörungen oder progrediente Skoliose.

 

  • Realitätsorientierungstraininge (ROT)
    Eine effiziente und bewährte Methode in der aktivierenden Pflege ist das ROT, das besonders für den Langzeitpflegebereich und die häusliche Pflege geeignet ist, aber auch im Krankenhausbereich angewendet werden kann. Das ROT-Programm ist ein 24-Stunden-Konzept, das desorientierte Patienten helfen soll, sich an Ort, Zeit, Situation und Person zu erinnern. Notwendig ist eine besondere Ausstattung der Räumlichkeiten. Dazu gehören:
    Uhren und Kalender, an denen sich die Patienten zeitlich orientieren können
    Farbliche oder piktographische (Symbole, Bilder) Markierungen, z.B. für den Weg zwischen Zimmer, WC und Speisesaal
    Namensschilder an den Türen
    Namensschilder an der Kleidung aller Mitarbeiter des Teams
    Das ROT umfasst ebenso ergotherapeutische und kommunikative Maßnahmen, deren Ziel es ist, auf der Basis der verbliebenen Ressourcen Selbstständigkeit und gruppenfähigkeit möglichst lange zu erhalten.
    Weitere Bestandteile können Hirnleistungstraining (z.B. Gedächtnis-und Konzentrationsspiele) und soziales Training (z.B. Koch-oder Einkaufstraining, Gruppenspiele) sein. (Vieten M. et al.)
    Literatur für Hirnleistungstraining:
    Tanklage E., Gedächtnistraining für Seniorengruppen, Beltz 2001

Veröffentlicht von

Stilvolles Schneckentempo - EIN BLOCK FÜR LANGSAME

Ich bin Ärztin und medizinische Fachschullehrerin im „broterwerblich“-beruflichen Ruhe- und Freiheitsstand. Ich habe vor allem Schüler in den Ausbildungsbereichen HEILPÄDAGOGIK, HEILERZIEHUNGSPFLEGE, GESUNDHEITS- und KRANKENPFLEGE unterrichtet. V.a. PSYCHIATRISCHE und NEUROLOGISCHE Themen. Sie finden hier alle meine ARBEITSBLÄTTER und UNTERRICHTSVORLAGEN – sofern sie ausschließlich von mir entwickelt wurden. Sie können von Ihnen einfach so benutzt werden. Ich freue mich, wenn sie noch Verwendung finden. Ich benötige sie nicht mehr. Außerdem habe ich jetzt Zeit, über mein Leben zu sinnieren – über mein Gestern, mein Heute, mein Morgen. Vielleicht ist es auch für Besucher meiner Seite ein Impuls zum Nachdenken und Antworten: Woher kommst Du? Wer bist Du? Wohin gehst Du ?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s