Trautes Heim, Glück allein?!… – 1959

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Frühling 1959. Das ist das Foto „Mutter – Vater – Kind“. Aufgenommen im Garten eines Forsthauses an der holländischen Grenze.

Frühling 2021, 62 Jahre später. Als Elkes Mutter Gertraud mit 90Jahren starb, fand Elke in dem Nachlass dieses Foto.

Es rührte Elke unglaublich an. Jetzt war sie froh, dass sie sich vor einigen Jahren auf die Suche nach ihrem Vater Heinz gemacht hatte. Das Bild vermittelte Elke Geborgenheit, Entspannung, nie gekannte FamilienIdylle. Fast wie Weihnachten, überlegte sie. Maria, Josef und Baby Jesus. Aber noch viel schöner und erotischer.

Ein fremder Betrachter des Bildes könnte denken: „Es waren einmal Gertraud, Heinz und Baby Elke…. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Unendliches Glück, Wärme, Sonnenschein, flatternde Schmetterlinge…. Die Welt liegt den Dreien zu Füßen, die Liebe und Allmacht der Jugend umgibt sie, beneidenswerte Sorglosigkeit…“

Nur Elke wußte, was vorher geschah und wie das Märchen endete. Vorher: Der Skandal eines fast unehelichen Kindes. Tobende Eltern von Gertraud, vor allem zornbebende Mutter Gerda. Schmachvolle Sorge Blutschande oder NichtBlutschande? Der Mann jünger als die Frau. Der Mann ohne Ausbildung, Beruf und Geld. Die Frau strebsam, fleißig, ehrgeizig. Der Mann ein Hallodri und Taugenichts (O-Ton von Gerda). Der Mann aus Westdeutschland, die Frau aus Ostdeutschland.

Dann, leider nur kurz: Schillernde dünne Glücksseifenblase aus Verliebtheit, wonniglicher Wärme (siehe Foto).

Nach dem Platzen der Seifenblase: Zorn, Trauer, Qual bei allen Beteiligten. Wie nach dem Platzen einer Fruchtblase Blut, andere Flüssigkeit und die Schmerzen der Wehen.

Aber wie unter der mühsamen Geburt neues Leben in die Welt kommt, kam auch nach dem Seifenblasenknall und den grausamen Wehen für Mutter, Vater, Kind etwas ganz Neues. Für Gertraud ein selbstverwirklichtes Leben ohne Abwasch und Essenkochen. Für Heinz ein Leben voller verrückter spannender Abenteuer. Und für Elke ein buntes Leben mit viel Nachdenklichem…

Elke Zagadzki, im Oktober 2022

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„I`ll be back“ *

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Freitag, 7. Mai 2021

Wegen einiger Familientragödien – u.a. starb vor kurzem meine Mutter in Thüringen (ein Stück weg von meinem Wohnort) und hinterließ mir ein übervolles Haus, aufgehäuft mit Sachen von vier Generationen, die nie entsorgt wurden – werde ich jetzt für einige Zeit mal weg sein. Aber – wie oben geschrieben – ich werde zurückkommen. Ich schaue immer wieder hier hinein. Zum Arbeiten daran fehlt mir im Moment die innere Ruhe. Ich laufe etwas „neben der Spur“…

Meine jüngste Tochter Elisabeth malte ein wunderschönes Bild von ihrer Großmutter. Danke! Mit ihrer Genehmigung stelle ich es hier ein.

Hasta la vista, Baby!*

Ihre Elke Zagadzki

* Aussprüche vom „Terminator“ Arnold Schwarzenegger. Es gab Zeiten, da habe ich zusammen mit Elisabeth alle Arnie-Filme wieder und wieder angesehen. 🙂 Es waren gute, gelungene Brücken bei einer etwas problematischen Tochter-Mutter-Beziehung. Es mag sein, dass Arnie nicht der begnadetste Schauspieler war, aber es hat einfach Spaß gemacht, mit meiner Tochter die Filme anzuschauen.