ARBEITSBLATT: Frau Magda Crimm ist depressiv …

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Stifte
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Fallbeispiel:

Frau Magda Crimm (46 Jahre) – saß seit fast einem Jahr depressiv und antriebslos in dem wunderschönen mit Stuck verzierten Schlafzimmer im antiken Sessel ihrer Großmutter Lore und rührte und regte sich nicht.
Ihr Mann Andreas kannte dies schon aus der Vergangenheit. Fast regelmäßig bekam Magda alle paar Jahre ihre Schwermutszustände.

Doch diesmal wollte die Depression einfach nicht weichen.
Da Herr Crimm eine längere Dienstreise vor sich hat und seine Frau sich weigert, in ein Krankenhaus zu gehen, empfiehlt der behandelnde Arzt, daß Magda einige Zeit in dem Wohnheim „Zum Thalamus“ verbringen soll. Hier leben Menschen mit den verschiedensten Behinderungen. In diesem Wohnheim arbeitet Friederike als Heilerziehungspflegerin.

Zur Aufnahme kommt Frau Crimm in Begleitung ihres Mannes. Sie bewegt sich langsam, der Gang ist schleppend. Während des Aufnahmegespräches sitzt Magda fast die ganze Zeit bewegungslos auf ihrem Stuhl, sie nimmt kaum Blickkontakt auf, ihre Mimik ist starr, spricht leise und monoton. Auf Fragen antwortet sie langsam und einsilbig, sie kann sich nur schwer auf das Gespräch konzentrieren. Nach ihrem Befinden befragt, sagt sie, dass sie gar nichts mehr fühlt, sie sei „wie ein Zombie, wie tot und trotzdem am Leben.“ Morgens bleibe sie einfach im Bett liegen, erst nach langer Zeit gelinge ihr das Aufstehen. „Alles ist unglaublich mühsam, das Aufstehen, dann jede kleine Verrichtung im Haushalt.“ Selbst das Denken und Sprechen falle ihr schwer, „der Kopf ist wie blockiert“.

Herr Crimm ergänzt: „Jetzt meint sie sogar, wir müssten das Auto und die Eigentumswohnung verkaufen. Dabei verdiene ich gut, wir haben keine Schulden. Es nützt nichts, ihr die Kontoauszüge zu zeigen, sie hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir arm sind und bald betteln müssten.“

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Das Fallbeispiel zeigt Magda Crimm mit einer Depression . Friederike war bei der Aufnahme dabei und versuchte, die Beschwerden und die psychischen Auffälligkeiten von Magda in psychiatrische Begriffe zu fassen. Ein Satz wie „Der Kopf ist wie blockiert, das Denken fällt mir schwer.“ deutet z.B. auf eine Denkstörung – genauer eine Denkh…. – hin. Beschreiben Sie an Stelle von Friederike folgende seelische Funktionen (und erläutern Sie sie ganz kurz):

    1. Bewusstsein
    2. Psychomotorik
    3. Antrieb
    4. Stimmung
    5. Affekte
    6. formales Denken
    7. inhaltliches Denken
    8. Suizidalität

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Peter Fall ist Epileptiker und bekommt seit einigen Tagen höher dosierte Antiepileptika. Friederike beobachtet, dass er seit dieser Medikamentenerhöhung zunehmend schläfrig und verlangsamt wirkt.
Wie heißt diese Bewusstseinsstörung?

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Der 30jährige Ralph – seit 2 Jahren durch einen schweren Motorradunfall dement – salutiert am Abend vor Peter Baum, der Hausmeister im Wohnheim „Zum Thalamus“ ist, und sagt: „Guten Morgen, Herr Major, zu Befehl!“ In welchen 2 Bereichen ist Ralph desorientiert?

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Ronny Paul (25, Schizophrenie) sagt nach dem Frühstück zu Friederike: „Das Brot schmeckte nach Verwesung.“
Außerdem erzählt er von seiner schlaflosen Nacht: „Ich fühlte, wie ein elektrischer Schlag von außen in meinen Bauch eindrang, meine Leber verbrannte und eine glühende Hitze in der Brust hervorrief.“
Wie heißen die beiden Wahrnehmungsstörungen?

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Maria sagt zu Friederike: „Über die Sache muss Gras wachsen. Gestern war ich auf einer Wiese, mögen Sie auch blaue Blumentöpfe? Ich kann ganz toll kochen..“
Was für eine formale Denkstörung hat Maria?

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Was ist Affektlabilität?

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Was ist Ambivalenz?

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Ronny beklagt sich:“ Maria nimmt mir mit Magnetismus meine Gedanken weg. Ich habe einen ganz leeren Kopf.“
Was für eine Störung hat Ronny. Beschreiben Sie sie kurz.

 

Die Antworten finden Sie, wenn Sie noch einmal das Kapitel

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

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ARBEITSBLÄTTER: Legespiel zum psychopathologischen Befund, Begriffe und Erläuterungen

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Da wir für die Beschreibung von psychiatrischen Erkrankungen – und auch von neurologischen Erkrankungen wie Chorea Huntington, Parkinson-Syndrom, Epilepsie … – spezielle Fachbegriffe benötigen, werde ich versuchen, Ihnen diese durch Legen, Puzzeln und Kleben näher zubringen.

Der psychopathologische Befund ist die Beschreibung von psychischen Auffälligkeiten eines Menschen.

Diese Auffälligkeiten sollten möglichst einfach und verständlich beschrieben werden. Der psychopathologische Befund ist für die Diagnosefindung sehr wichtig. Wenn Sie den psychischen Zustand eines Menschen beschreiben möchten, sollten Sie
auf ganz bestimmte „Teile“ der Psyche achten – z.B. auf das Bewusstsein, auf die
Orientierung, auf die Stimmung u.s.w. In der Praxis beginnt man meist mit der Einschätzung des Bewusstseins, der Orientierung,
der Psychomotorik und des äußeren Erscheinungsbildes. Die Reihenfolge kann aber auch
beliebig anders gewählt werden.

Aufgabe:

Drucken Sie sich die unten folgenden Bilder aus und schneidenSie die Kärtchen aus.
Suchen Sie zu allen Oberbegriffen die entsprechenden Beschreibungen und kleben
Sie alles auf. Ob Sie es richtig gemacht haben, können Sie erkennen, wenn Sie folgenden Abschnitt noch einmal durchgehen: 

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

Psychopatho4eMaxi
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Zur eigenen Kontrolle:

Punkt 1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund