EIN BLOG FÜR LANGSAME – DIE ZEIT IST REIF…

ICH BIN REIF (???) – , um mich aufs ALTER und STERBEN vorzubereiten. Aber nicht nur und nicht sofort. Der letzte (???) Lebensabschnitt soll spannend werden…

Ich bin Ärztin und medizinische Fachschullehrerin im „broterwerblich“-beruflichen Ruhe- und Freiheitsstand. Ich habe vor allem Schüler in den Ausbildungsbereichen Heilpädagogik, Heilerziehungspflege, Gesundheits- und Krankheitspflege unterrichtet.

Es waren überwiegend psychiatrische und neurologische Themen, aber auch psychologische Inhalte.

Sie finden hier alle meine Arbeitsblätter, Fallbeispiele und Unterrichtsvorlagen unter

*PSYCHIATRISCHES, NEUROLOGISCHES, PSYCHOLOGISCHES …*  – sofern sie ausschließlich von mir entwickelt wurden. Sie können von Ihnen einfach so benutzt werden. Ich freue mich, wenn sie noch Verwendung finden. Ich benötige sie nicht mehr.

Und da ich mir jetzt den LUXUS DER LANGSAMKEIT leiste und gönne, wird das Hineinstellen ganz allmählich, geruhsam und achtsam geschehen. Eben im SCHNECKENTEMPO.

Außerdem habe ich jetzt Zeit, über mein Leben nachzusinnen – über

mein *GESTERN*

mein *HEUTE*

mein *MORGEN*

Hier passt glatt ein Zitat aus dem Kriminalroman „Ostfriesen Hölle“ von Klaus-Peter Wolf (Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main, März 2020, Seite 176, http://www.klauspeterwolf.de)  hin. Sein Kriminalkommissar, der beide Arme in Gips hat, sagt:

„Ich musste mir erst beide Arme brechen, um mir ganz existentielle Fragen zu stellen.

  • Wer bin ich?
  • Was will ich mit dem Rest meines Lebens anfangen?
  • Habe ich Ziele?
  • Was sind das für Ziele?
  • Waren es je meine eigenen, oder bin ich immer nur fremden Wünschen und Vorstellungen hinterhergelaufen?“

Ich habe mir natürlich nicht die Arme gebrochen. Aber meine neue Lebenssituation ist für mich so total umwerfend anders als mein ganzes bisheriges Leben, dass diese Themen einfach dran sind. Und vielleicht entdecken diese Seiten hier Besucher, die sich mit mir austauschen wollen…

Darüber hinaus finden Sie hier:

Punkt *LEXIKON A-Z* 

Hier sind vor allem neurologische und psychiatrische Fachbegriffe erklärt, aber nicht nur. Und

Punkt *FREMDE FEDERN…*

Herzliche Grüße aus der Freiheit von
Elke Zagadzki, im Dezember 2020


Das Leben kostet viel Zeit, Jens Sparschuh

Sonntag, 25.August 2018daslebenkostetvielzeit-kopie-2.jpg

Wieder mal ein Literaturkreis-Roman.

Titus Brose schreibt die Lebenserinnerungen von Pflegeheim-Bewohnern auf.

Sehr flüssig und unterhaltsam, eine nette Plauderei. Das Pflegeheim –  von Gefängnis, trostlos, traurig bis (galgen)humorvoll, makaber, lustig…. Dahinter verstecken sich viele philosophische Fragen, die mich zum Nachdenken anregten:

Der Sinn des eigenen Lebens, der Verlust der Erinnerung, die Vorstellung vom eigenen Altwerden und Sterben, der Tod („JETZT!- VORHANG ZU! ENDE DER VORSTELLUNG“)

Dazwischen sehr gut recherchierte neurologische Leidensdarstellungen – extrapyramidale Störungen im Mundbereich, motorische Aphasie…-, ein liebenswerter, geduldiger Brose, der perfekt die klientenzentrierte Gesprächsführung beherrscht und deshalb bei den Senioren gut ankommt, sehr gut beobachtete und geschilderte Pflegeheimatmosphäre…

Anregung, sich mit Chamisso und dessen Förderer zu beschäftigen…

Die Entwicklung Broses vom resignierten Schreiberling zum wieder recherchierenden stolzen Journalisten -mit Füller und Papier….

Mängel gab es bestimmt auch, für mich standen sie aber nicht so im Vordergrund. Damit sollen sich die Literatur-Dauernörgler beschäftigen….

Also für den Leser dieser Zeilen eine klare Leseempfehlung!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

 

Nachtrag:

Mir gefiel das Buch, mein Literaturkreis hat es aber total verrissen. Tja, so unterschiedlich sind Wahrnehmung und Geschmack. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

DasLebenKostetVielZeit - Kopie