Limbisches System

1.3. NeuroAnatomiePhysiologie Gehirn

1.3.1.Gehirn-Komplexe StrukturenLimbisches System

Das limbische System ist eine funktionelle Einheit, die aus Teilen
– des Großhirns
– des Zwischenhirns und
– des Mittelhirns
gebildet werden.

Es umgibt die Kerngebiete des Hirnstamms und den Balken wie einen „Saum“ (= limbus).
Zum limbischen System gehören unter anderem:
– der Mandelkern (Corpus amygdaloideum),
– der Hippocampus (Ammonshorn),
– Teile des Hypothalamus, so die Mamillarkörper, die über den Fornix (eine gewölbeartige Faserbahn) mit dem Hippocampus verbunden sind.

Insbesondere Gefühle und emotionale Reaktionen wie Furcht, Wut, sexuelle Wünsche und Aggression entstehen in diesem System unter Beteiligung von Großhirnrinde, Thalamus und Hypothalamus.
Über den Hypothalamus nimmt das limbische System auf zahlreiche Organfunktionen Einfluss.
Beispiele dafür sind
– Durchfall
– Blutdruckanstieg
– erhöhte Herzfrequenz
vor Prüfungen.

Einiges zum Hippocampus:

Der Name rührt von der einem Seepferdchen ähnlichen Form – allerdings mit viel Phantasie 🙂 .

In ihm fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und von dort zur Hirnrinde zurückgesandt werden. Er ganz wichtig für das Kurzzeitgedächtnis und die Orientierung.

Menschen, deren beide Hippocampi (es gibt einen pro Hirnhälfte) zerstört ist, können keine neuen Erinnerungen behalten und abrufen. Sie haben ab dem Zeitpunkt eine anterograde Amnesie. Häufig besteht dabei auch eine retrograde Amnesie – also es gibt Erinnerungslücken für eine kürzere Zeit vor der Zerstörung. Es können diese Erinnerungen nicht mehr abgerufen werden.

Es wurde nachgewiesen, dass im erwachsenen Gehirn im Hippocampus sich neue Nervenzellen bilden (Neurogenese) und dass diese Neubildung mit dem Erwerb neuen Gedächtnisses zusammenhängt.

Punkt Weiter mit 1.6. Reflexe

1.1. Begriffe

1.1. NeuroAnatomiePhysiologie Begriffe

1.1.1. Neurologie

  • Ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit Prophylaxe, Diagnostik, nichtoperativer Behandlung und Rehabilitation bei Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems sowie bei Muskelerkrankungen befasst.
  • Überschneidungen zwischen Neurologie und Psychiatrie (z.B. exogene Psychosen bei Gehirnerkrankungen), Innerer Medizin (z.B. Polyneuropathien bei Diabetes mellitus) und Pädiatrie (z.B. kinderneurologische Erkrankungen wie Lähmungen infolge eines Sauerstoffmangels des Kindes während der Geburt) sind häufig.

1.1.2. Neuroanatomie

  • Anatomie des Nervensystems.
  • Anatomie: beschreibt den Aufbau und Struktur von Körpern und Organe, hier speziell das Nervensystems des Menschen.
  • Altgriechisch: ana = auf, tome = Schnitt, im Sinne von Zerschneiden oder Zergliederung von Körpern und Organen.

1.1.3. Neurophysiologie

  • Physiologie des Nervensystems.
  • Physiologie: beschreibt die Funktionen und Abläufe im Körper und in den Organen, hier speziell imNervensystem des Menschen.
  • Altgriechisch: physis = Natur, Körper und logos = Lehre.

1.1.4. Neuroplastzität

  • Ist die Fähigkeit des Nervengewebes, sich selbst zu verändern.
  •  Plastizität = Verformbarkeit

1.1.5. Neurogenese

  • Bildung von neuen Nervenzellen aus bestimmten anderen Zellen.
  • Findet im menschlichen Gehirn vor allem im Hippocampus statt bis zu unserem Tode.
  • Altgriechisch: genesis = Entstehung, Geburt

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NEUROLOGIE – EINFÜHRUNG

Gehirnmodell
Mein Gehirnmodell für den Unterricht, Foto: Elke Zagadzki

Gehirnmodell mit Teilungsstelle

Gehirn, 2018
Menschliches Gehirn im Längsschnitt, Zeichnung: Elke Zagadzki

Vorbemerkung

Ich sortiere ganz bewusst aus, stelle Vieles nur stichwortartig dar, setze Schwerpunkte. Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer es genauer wissen möchte, möge bitte- je nach Ausbildungsgrad und Bedürfnis- die gängige , mehr oder weniger schwere Fachliteratur lesen. Literaturangaben finden Sie unter Abschnitt  *PSYCHIATRISCHES, NEUROLOGISCHES, …* .

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  1. NEUROANATOMIE UND NEUROPHYSIOLOGIE
NeuroAnatomiePhysiologie
Übersicht Neuroanatomie und Neurophysiologie, Grafik: Elke Zagadzki

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einführung

Einführung Histologie

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Anmerkung zum Rotgeschriebenen (Nerven schonen, da keine Neubildung):

Nach heutigen Erkenntnissen stimmt das nicht mehr. In den 1990ern Jahren wurde die Neurogenese im Hippocampus bei Erwachsenen entdeckt!!! Daraus entstand der Begriff der Neuropastizität des Gehirns. Elke Zagadzki, im Oktober 2019

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