1. Schizophrenie – Einführung

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Leitfaden zur EINFÜHRUNG:

Die Erkrankung tritt – statistisch gesehen – am häufigsten zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf. Sie ist also keine Kinder- und keine Alterserkrankung. Sie kann aber trotzdem in jedem Alter zum ersten Mal auftreten. Es sind sogar steigende Zahlen im frühen Jugendalter zu verzeichnen. Auch ältere und alte Menschen können eine Schizophrenie zum ersten Male bekommen. Aber am häufigsten kommt dies im jungen bis mittleren Erwachsenenalter vor.

Erläuterung der Fremdwörter:

Psychosen

Werden  solche psychische Krankheiten bezeichnet, bei denen der Betroffene in seinem Kontakt zur Realität erheblich gestört ist und in die sich ein Gesunder nur schwer einfühlen kann. Er ist also im wahrsten Sinne des Wortes in seiner Realitästebene „verrückt“. Er hat eine andere Realität als die sogenannten „Normalen“.

Bei den endogenen Psychosen gibt es keine nachweisbaren hirnorganischen Auffälligkeiten, wie z.B. ein Hirntumor oder eine Gehirnentzündung. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Es sind anscheinend viele Faktoren vorhanden, die eine Psychose bedingen. Endogen heißt eigentlich „von innen entstehend“. Das ist etwas irreführend, da ja auch ein Hirntumor z.B. von innen im Gehirn entsteht. Sie können es sich so merken: Die Psychose kommt ohne organische Erkrankung einfach so von innen.

Diagnostik

Lehre von der Erkennung und Bestimmung von Erkrankungen (altgriechisch gnosis = Erkenntnis)

Psychopathologie

Ist – rein übersetzt – die Lehre von dem Leiden der Seele. Ihre Aufgaben sind das Erkennen,  Beschreiben und Analysieren von seelischen Auffälligkeiten. Sie liefert das psychiatrische „Vokabular“ . Mit ihrer Hilfe entsteht ein psychischer Befund in der Psychiatrie. In meiner Grafik bedeutet dies, dass man die Schizophrenie nur durch das Beobachten, das Sammeln und Beschreiben aller typischen Symptome diagnostizieren kann. Es gibt nichts Anderes, keine Blutbefunde oder Gehirnveränderungen, die man in einer bildgebenden Untersuchung finden könnte.

Anamnese

Ist die Vorgeschichte zu einer Krankheit, also hier zur Schizophrenie, die durch Befragung des Patienten oder Angehöriger erfolgt. Z.B. kann es in der Familie Angehörige geben, die auch eine Schizophrenie gehabt haben (Familienanamnese). Oder der Patient hat in seiner Jugend schon einmal psychische Veränderungen (wie Halluzinationen oder Wahnerleben) aufgewiesen, die dann wieder verschwunden waren.

DD = Differentialdiagnosen

Das sind Krankheiten, die ähnliche Symptome wie die vermutete Krankheit Schizophrenie haben. Im Laufe der Diagnotik werden diese Krankheiten ausgeschlossen oder es bestätigt sich eine andere Krankheit als die vermutete. Differentialdiagnosen auszuschließen ist wichtig, da die Therapien häufig sehr unterschiedlich sind.

Es müssen ausgeschlossen werden:

Exogene Psychosen

Jede Krankheit, jede Störung, die das Gehirn schädigt oder beeinträchtigt, kann eine exogene Psychose hervorrufen. Beispiele: Hirntumore, hohes Fieber, Hirngefäßveränderungen, Hirnatrophie, Vergiftungen (z.B. Alkohol) oder Stoffwechselstörungen. Entsprechend der Ursache sind bei der körperlichen Untersuchung oder bei technischen Diagnosemaßnahmen pathologische Befunde feststellbar. Beispiele: erhöhter Alkoholspiegel, vermehrte Stoffwechselprodukte im Blut oder Veränderungen im CT (Computertomographiebild). Der Begriff exogene Psychose wird nicht überall verwendet. Es gibt noch viele andere Begriffe dafür: organische Psychosen, symptomatische Psychosen, exogene Reaktionstypen, psychoorganisches Syndrom, organisches Psychosyndrom, körperlich begründbare Psychosen, Funktionspsychosen (speziell für reversible Syndrome), organische Defektpsychosen (speziell für irreversible Syndrome), hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchganssyndrome (speziell für reversible Syndrome ohne Bewusstseinstrübung), …

Der Begriff „exogen“ ( griechisch = von außen entstehend) ist genauso wie „endogen“ etwas irreführend, da ja die meisten Krankheiten innen im Gehirn entstehen. Ausnahme: Alkohol wird von außen zugefügt und der Ziegelstein, der auf Ihren Kopf fällt, kommt auch von außen. Sie können es sich vielleicht so merken: Die Krankheiten, die exogene Psychosen bewirken, gehören nicht ins Gehirn. Sie sind sozusagen „Fremdkörper“, also symbolisch „Eindringlinge von außen“.

Bei der Schizophrenie bedeutet dies also, dass Ihr Gehirn – mit den üblichen diagnostischen Untersuchungsverfahren – „fit, wie ein Turnschuh“ aussieht. Es können keine hirnorganischen Krankheiten nachgewiesen werden. Und trotzdem haben Sie eine schwere Erkrankung.

Psychopathie

Das ist ein altmodischer Begriff für Persönlichkeitsstörungen.

Manche Menschen haben bestimmte Wesenszüge, die extremer ausgeprägt sind als bei einer sogenannten Norm. Sind diese Wesenszüge so extrem und ziehen sie sich wie ein roter Faden durch das Leben der Betroffenen – von der Kindheit bis ins Alter – und machen diese Wesenszüge den Betroffenen und/oder seine Umgebung leiden, dann spricht man in der Schulpsychiatrie davon, dass dieser Mensch eine Persönlichkeitsstörung hat.
Eine alte Bezeichnung ist „Psychopathie“. Karl Leonhard – ein deutscher Psychiater, der 1988 in der DDR starb – erfand den Begriff „Akzentuierte Persönlichkeit“. Diese – für mich sehr wertfreie – Bezeichnung favorisiere ich persönlich, sie ist aber heute obsolet.

Wie eine Persönlichkeitsstörung entsteht, ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird ein Zusammenspiel von vielen Faktoren diskutiert. Vor allem der Faktor Veranlagung – also ein genetischer Faktor – und dazu kommende lang anhaltende sehr belastende Einflüsse durch das soziale Umfeld.

Menschen mit einer schizoiden Psychopathie bzw. Persönlichkeitsstörung möchten keinen Kontakt zu anderen Menschen. Nach außen hin können sie kaum Gefühle zeigen. Sie wirken dadurch oft auf andere starr und gefühllos. Sie leben zurückgezogen, gelten bei anderen Menschen als Eigenbrödler und Sonderlinge und ziehen sich in Fantasien oder extravaganten Interessen zurück. Sie genügen sich völlig alleine und weisen aber – im Unterschied zu der Psychose Schizophrenie – keine Wahnerlebnisse und Halluzinationen auf und sind „halt immer schon so komisch“ gewesen.

Die Schizophrenie ist also nach obiger Definition KEINE Persönlichkeitsstörung. Sie ist eine Krankheit, die irgenwann ausbricht und oft – leider nicht immer – auch irgendwann zu Ende ist.

Die endogene Psychose Schizophrenie entsteht auch nicht, weil Menschen schwere traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder im Erwachsenenalter hatten. Unter diesen Bedingungen können sich andere seelische Störungen entwickeln. Aber solche Erlebnisse können EIN Faktor für die Entstehung der Schizophrenie darstellen. Bildlich gesprochen: Durch Erbfaktoren hat ein Mensch eine höhere Bereitschaft, an dieser Psychose zu erkrankungen. Also ein „wackeliger Psychosestein liegt an einem Abhang“ in der Psyche des Menschen. Ein Erlebnis – das kann auch ein schönes Erlebnis (z.B. Verliebtheit, eine bestandene Prüfung, eine tolle Urlaubsreise…) sein – kann diesen „Psychosestein“ ins Rollen bringen und die Psychose bricht aus. Stellen Sie sich eine Lawine in der Bergwelt vor. Eine kleine Erschütterung, ein winziger rollender Schneeball, ein kleiner wackeliger Stein… Und Massen von Schnee, Eis oder Geröll lösen sich von den Berghängen und stürzen ins Tal. Und die Psychose nimmt ihren Lauf… http://www.pixabay.com

Weiter mit

P

Pbunt

  • Paraparese bzw. Paraplegie
    Unvollständige bzw. vollständige Lähmung zweier symmetrischer Gliedmaßen (beide Arme oder beide Beine).

 

  • Parese
    (gr. paresis = das Vorbeilassen, Erschlaffung)
    Unvollständige Lähmung, Minderung der Funktionsfähigkeit von einzelnen Muskeln oder Muskelgruppen.

 

  • Polyneuropathien (PNP)
    (gr. polys = viel, gr. neuron = Nerv, gr. pathos = Leiden, Krankheit)
    Sind Erkrankungen mehrerer peripherer Nerven entzündlicher und nichtentzündlicher Ursachen mit Beeinträchtigung sensibler, motorischer und vegetativer Funktionen. Häufigste Ursachen sind Diabetes mellitus und Alkoholmissbrauch.

 

  • pathologisches Lachen
    Auftreten von Ausdrucksbewegungen des Lachens ohne fröhlichen Affekt. Das Lachen wird vom Kranken als fremd und krankhaft empfunden. Teilweise bestehen dabei Spannungszustände oder Schmerzen in der mimischen Muskulatur.
    Es handelt sich um ein rein motorisches Phänomen – getrennt von seinem sonst zugehörigen emotionalen Gehalt.
    Vorkommen:
    als organisches Krankheitssymptom vor allem im Bereich der zentralen Kerne des Mittelhirn-Zwischenhirn-Bereiches, z.B. bei
    – myatrophischer Lateralsklerose
    – Pseudobulbärparalyse
    – multipler Sklerose
    – Schädel-Hirn-Traumen.
    Gewöhnlich besteht gleichzeitig

 

  • pathologisches Weinen – dem pathologischen Lachen analoge und aus den gleichen Bedingungen entstehende Ausdrucksbewegung des Weinens.

 

  • Psychohygiene                                                                                 Maßnahmen zur Erhaltung der seelischen Gesundheit und Zufriedenheit. Hilfen zur Stabilisierung eines gesunden Selbstvertrauens. Vorbeugung und Unterstützung sollten vor allem in folgenden Bereichen erfolgen: individuelle Entfaltungsmöglichkeiten (Erwachsenenbildung, sinnvolle Freizeitgestaltung), soziale Beziehungen (Kontaktaufbau, Integrationsmaßnahmen), Beruf und Arbeitsplatz (berufliche Weiterbildung, Bildungsurlaub, Supervision).

 

  • Psychosen
    (gr. psychagogos = der die Seelen leitet, gr. -osis = krankhafter Zustand, Erkrankung)
    Unterschiedlich benutzter Begriff. Bezeichnet am häufigsten solche psychischen Krankheiten, bei denen der Betroffene in seinem Kontakt zur Realität erheblich gestört ist und in die sich ein Außenstehender nur schwer einfühlen kann. Es kann zu psychischen Auffälligkeiten, Kommunikations- und Verhaltensstörungen kommen, durch die die Alltagsbewältigung oft beeinträchtigt ist. Nach dem in der Psychiatrie oft benutzten triadischen System (nach Huber u.a.) – hier werden die psychischen Störungen eingeteilt und geordnet nach bestimmten Gesichtspunkten – werden unterschieden: endogene Psychosen und exogene Psychosen.

    • exogene Psychose
      (gr. exogen = von Außen entstehend)
      Jede Krankheit, jede Störung, die das Gehirn schädigt oder beeinträchtigt, kann eine exogene Psychose hervorrufen. Beispiele: Hirntumore, hohes Fieber, Hirngefäßveränderungen, Hirnatrophie, Vergiftungen (z.B. Alkohol) oder Stoffwechselstörungen. Entsprechend der Ursache sind bei der körperlichen Untersuchung oder bei technischen Diagnosemaßnahmen pathologische Befunde feststellbar. Beispiele: erhöhter Alkoholspiegel, vermehrte Stoffwechselprodukte im Blut oder Veränderungen im CT (Computertomographiebild). Der Begriff exogene Psychose wird nicht überall verwendet. Es gibt noch viele andere Begriffe dafür: organische Psychosen, symptomatische Psychosen, exogene Reaktionstypen, psychoorganisches Syndrom, organisches Psychosyndrom, körperlich begründbare Psychosen, Funktionspsychosen (speziell für reversible Syndrome), organische Defektpsychosen (speziell für irreversible Syndrome), hirnorganisches Psychosyndrom (HOPS), Durchganssyndrome (speziell für reversible Syndrome ohne Bewusstseinstrübung), …
    • endogene Psychose
      (gr. endogen = von innen entstehend)
      Bei den endogegen Psychosen ist die Ursache der Psychose bisher unbekannt. Sicher ist jedoch, dass endogene Psychosen erblich mitbedingt sind und dass ihr Verlauf einer gewissen Eigengesetzlichkeit folgt, aber auch von Umweltfaktoren (psychosoziale Faktoren) abhängt. Biochemische Faktoren (Neurotransmitter im Gehirn) spielen auch eine Rolle. Auf jeden Fall liegen keine nachweisbaren körperlichen Erkrankungen vor.
      Zu den endogenen Psychosen werden die Schizophrenien, die schizoaffektiven Psychosen und die affektiven Psychosen (Manisch-depressive Krankheit) gezählt.
      Die Diagnose einer endogenen Psychose stützt sich vor allem auf den psychopathologischen Befund (Beschreibung der psychischen Auffälligkeiten) und auf den Ausschluß von Körperkrankheiten.

 

  • Psychosyndrom, (hirn)organisches
    Exogene Psychosen bei diffusen Hirnschädigungen. Es werden mehrere Bezeichnungen dafür gebraucht:
    – psychoorganisches Syndrom (Bleuler) als Krankheitsbild in der Folge anderer körperlicher Erkrankungen
    – akuter exogener Reaktionstyp
    – mnestisches Psychosyndrom v.a. mit Merkfähigkeitsstörungen
    – Korsakow-Syndrom mit mnestisch-konfabulatorischer Komponente.
    Alle Formen des organischen Psychosyndroms gehen mit einer Hirnleistungsschwäche (v.a. Merkfähigkeitsstörungen und Affektstörungen – Affektlabilität bis hin zur Affektinkontinenz) einher.
    Ursachen:
    – diffuse Hirnschädigungen bei Gefäßprozessen
    – Hirnverletzungen
    – Enzephalitiden
    – Vergiftungen
    – chronischer Alkoholismus
    – chronische Stoffwechselschäden.

Trigger – Phobia – Die Nacht gehört den Wölfen, Wulf Dorn

Sonnabend, 10. November 20185_m

Vor Kurzem bekam ich drei Psychothriller geborgt. Heute habe ich den letzten zu Ende gelesen.

Ich kann sie weiterempfehlen an alle, die sich für Psychiatrie und psychiatrische Krankheiten und Themen interessieren. Sie sind super spannend, aber alle gut recherchiert, oft von der Seite eines psychiatrischen Klienten betrachtet. Und alles davon KÖNNTE passieren!!!! Realistisches und Psychotisches verschwimmen oft so, dass ich von den Ausgängen oft total überrascht wurde!

Hier die Titel:

  • Trigger
  • Phobia
  • Die Nacht gehört den Wölfen

Viel Spaß beim Lesen!!!