Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Humanistische Psychologie

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Ursprung und Anschauung der klientenzentrierten Gesprächsführung (KzG) ist die Humanistische Psychologie (Vertreter: Carl Rogers, Ruth Cohn, Thomas Gordon u.a.).
Sie besagt, in jedem Menschen sei eine positive Grundtendenz vorhanden mit dem Streben nach

– Liebe – Kreativität – Wachstum – Freude – Selbstverwirklichung – Autonomie.

Diese positive Grundtendenz kann durch diverse Faktoren im Leben eines Menschen verschüttet werden..
Carl Rogers entwickelte in der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie eine Gesprächsführung, die hilft, dass der Klient wieder an seine „guten“ Eigenschaften herankommt: „Erkenne Dich selbst!“ (Heraklit).

Der Schalenmann von KEITH HARING stellt für mich symbolisch die vielen Schalen, Fassaden, Masken dar, die wir als Menschen um uns haben. Es ist oft eine harte, mühsame Arbeit, an unseren wahren und guten inneren Kern heranzukommen.

Die Technik des Beraters ist v.a. das Aktive Zuhören. Die Haltung des Beraters ist dabei geprägt von Empathie, Wertschätzung und Kongruenz (siehe weitere Ausführungen). Ohne diese funktioniert die Technik nicht.

Der Klient  erkennt dadurch seine guten Eigenschaften (Selbsterkenntnis),  erkennt selber seine Probleme und deren Ursachen  entwickelt selber Lösungsmöglichkeiten:
=> Hilfe zur Selbsthilfe auch für das spätere Leben => Autonomie

Die Klientenzentrierte Gesprächsführung wurde ursprünglich als Therapie entwickelt.
Sie hat sich aber bewährt als wirksame Gesprächsführung auch für nichttherapeutische Gespräche wie z.B. für unterschiedlichste Beratungsgespräche oder für Gespräche von Arbeitenden mit hilfebedürftigen Menschen (Seniorenheime, Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen). Oder wenn ein Kind mit Problemen zu den Eltern kommt. Oder wenn ein Mensch Sorgen hat und zum Freund oder Partner damit geht.

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Erster Advent

EIN BLOG FÜR LANGSAME – DIE ZEIT IST REIF… >*FREMDE FEDERN…* >JOHANNES >Erster Advent

Freitag, 2. Dezember 2022

Erster Advent… Ein wenig verspätet. Na und… Erinnerung an Johannes, der das Foto vor zehn Jahren gemacht hat. Ein Schnappschuss durchs Fenster eines kleinen Schlosses. (Das Lichtlein mogelte ich per Computerwunder dazu.) Ein herrlicher Ausflug zu zweit.

Es ist der Kronleuchter im Telemannsaal im Schloss Wilhelmsthal bei Eisenach in Thüringen. Erbaut 1712-1715 von dem Eisenacher Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach. Die verfallene, aber wunderschöne Schlossanlage wird seit Jahren wieder instandgesetzt. Mit sichtbarem Erfolg.

Wer Interesse hat, kann nachschauen unter http://www.schloss-wilhelmsthal.de

Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Definition KzG

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Die Definition zerschnippelte ich. Meine Schüler mussten das Puzzle zusammensetzen.

Es entstand folgender Text:

Die Berater sind hier in dem Text Heps = Heilerziehungspflegerschüler. Bei ihnen hatte ich am häufigsten das Thema unterrichtet. Es könnte aber dort jede andere Berufsgruppe stehen.

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Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Humanistische Psychologie

Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Übersicht

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Siehe blaue Pfeile.

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Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Definition KzG

Kleiner Lichtblick

EIN BLOG FÜR LANGSAME – DIE ZEIT IST REIF… >*HEUTE* >GEDANKENSPRÜNGE IM FREIHEITSSTAND >Kleiner Lichtblick

Bis vor zwei Jahren habe ich gerne an meinem Blog gearbeitet. Dann geriet mein Leben aus den Fugen und alles erstarrte… Weiter machen…

Einen ersten Stubs bekam ich von einer ehemaligen Kollegin. Sie bat mich, meine Unterlagen zum Thema „Kommunikation“ ihr zur Verfügung zu stellen. Mehr aus dem Gefühl heraus, meiner netten Kollegin einen Gefallen zu tun – nicht aus eigenem Antrieb – , verhübschte und überarbeite ich alles.

Schon beim konzentrierten Überarbeiten am Computer merkte ich, wie meine alte Begeisterungsfähigkeit zu solchen Themen wieder erwachte. Ich fühlte mich zum ersten Mal seit vielen Monaten lebendig. Der Tag verging wie im Fluge. Es wurde Mitternacht. Zufrieden kopierte ich die Daten auf einen USB-Stick. Und machte gleich eine nächtliche zweistündige Autofahrt – ich lebe auf dem Land – , um die virtuell gespeicherten Unterlagen meiner Kollegin in die nächste Stadt in den Briefkasten zu stecken.

Ein süßes Reh, eine verschrecktes Kätzchen am Wegesrand, verschlafene Dörfer im Dunklen. Wald ringsum und die Vertrautheit meines täglichen ehemaligen Arbeitsweges waren Belohnung genug … Ich sah ein kleines Leuchten in mir….

Ja, und deshalb hier

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PSYCHOLOGISCHES >Klientenzentrierte Gesprächsführung

Klientenzentrierte Gesprächsführung – Übersicht

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Eine Übersicht zur „Klientenzentrierten Gesprächsführung“ (=KzG). Sie beginnt ganz unten mit einer Einführung. Ich hangle mich von unten nach oben – Punkt für Punkt – durch das Thema.

(Für die Bebilderung meiner Grafiken habe ich Zeichnungen von Werner Tiki Küstenmacher verwendet. Eine Erklärung zu dieser Quelle siehe *PSYCHIATRISCHES, NEUROLOGISCHES, PSYCHOLOGISCHES …* – Stilvolles Schneckentempo (elkezagadzki.blog) )

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Klientenzentrierte Gesprächsführung – 1. Einführung – Übersicht

Die Schneeschuhe – 1962

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Edmonton, Dezember 1962

Die Jagdausrüstung hatte Heinz – der junge große athletisch aussehende Mann mit den braunen Augen – aus Deutschland mitgenommen. Eine nagelneue Remington 700, ein Gewehr, was kurz vor seiner Ausreise auf den Markt kam. Der Schaft aus dunklem gewachsenen Holz. Ein Zielfernrohr hatte er selber daran befestigt. Dazu kam noch das Abschiedsgeschenk seines Vaters. Ein echtes Puma-Jagdnicker-Messer. Aus einem Stück Stahl geschmiedet, mit Hirschhornschalen und Messingbeschlägen. Daran hing Heinz besonders. Ein altes Familienerbstück, was seine Dienste nach all den vielen Jahren immer noch perfekt erfüllte.

Er brauchte nur noch die Schneeschuhe, um an den freien Wochenenden Bären, Elche und Schneehasen zu jagen. Sie waren ein Muss in der verschneiten Wildnis um die Uranmine Gunnar bei Uranium City im Norden von Kanada. Mit Skiern wäre er eingesunken und stecken geblieben. Da er alleine jagen wollte, wäre dies sein Tod gewesen.

Die nächste Stadt, in der man einkaufen konnte, war Edmonton. 700 km von Gunnar entfernt. Der erste Wolkenkratzer war noch nicht gebaut, aber die Stadt war durch Ölboom und Uranminen ringsherum im Wachsen. Vor allem die Downtown. Ein idealer Ort für Einwanderer.
In einem kleinen Pelz- und Lederladen, geführt von einer attraktiven Metis-Frau (eine Nachfahrin eines europäischen Pelzhändlers und einer Frau indianischer Abstammung) – hatte er Schneeschuhe bekommen. Das Jagen konnte beginnen….

Mit einem lauten verwegenen „Hello!“ trat er mit langen Schritten ins „Old country Inn“, nahe des Bahnhofes.

19 Uhr. In drei Stunden fuhr sein Zug…

Rauch hüllte ihn ein. Gerüche waberten herum und machten Hunger: Steaks, Hähnchen, warme Blutwurst. Sogar Wiener Schnitzel gab es hier.

Er steuerte einen etwas wackelig aussehenden Bugholzstuhl aus Zedernholz an einem leeren kleinen Tisch in der Ecke neben der Theke an. Seine dunkelgraue knautschige dick gefütterte Winterjacke mit der Riesenkapuze hängte er locker über seine Stuhllehne. Die Bomber-Fliegermütze aus Rotfuchsfell legte er leger auf den Tisch. Die Schneeschuhe vorsichtig auf seinen Schoß. „Einen Whisky mit Blaubeeren und Ahorn, bitte!“ rief er der vorbeieilenden Kellnerin mit dem tiefen Ausschnitt zu. Sie lächelte und nickte.
Er liebte den kanadischen Whisky-Likör mit Blaubeeren und Ahornsirup. So sehr, dass er sich lieber betrank als sich etwas zu essen zu bestellen. Entweder oder. Mehr konnte er sich im Moment nicht leisten.
Deshalb wollte er ja jagen. Aber nicht nur deshalb. Er brauchte den Adrenalinschub, um sich lebendig zu fühlen.

Er holte aus seiner Gesäßtasche eine krumpelige Chesterfieldschachtel. Er angelte sich eine Zigarette heraus. Genüßlich steckte er sie an und blies einen blauen Rauchkringel in den Raum. Dabei zwinkerte er verschmitzt der Kellnerin zu, deren Augen aufblitzten. Lässig schob er seine Zigarette in seinen linken Mundwinkel und kaute darauf herum. „So schön kann das Leben sein.“, dachte er und lehnte sich entspannt zurück. Sein Stuhl knarrte bedenklich.

20 Uhr. In zwei Stunden fuhr sein Zug…

Die alkoholgeschwängerte Wärme, die ständige Geräuschkulisse von Stimmen und Liedern aus der Musikbox machten ihn schläfrig. Wortfetzen in allen Sprachen, vor allem englische.
Die Zeit dehnte sich. Alles lief irgendwie langsamer ab, wie in Zeitlupe. Er besah sich mit schwer werdenden Augenlidern voller Stolz seine neuen Schneeschuhe. Genau solche, auf denen vor langer Zeit die ersten Jäger und Trapper Kanada entdeckten.
Selbst wenn der Waldboden um Gunnar knietief mit Schnee bedeckt war, würden seine neuen Schuhe kaum einsinken.
Sie sahen wie zwei riesengroße Tennisschäger mit abgebrochenen Griffen aus. Das Geflecht und die Riemen waren aus Elchleder. Heinz strich langsam – fast zärtlich – mit der rechten Hand darüber. Auf der Handinnenseite blieb ein glänzender Film zurück. Heinz führte seine Hand an seine leicht verschnupfte Nase. Es roch angenehm nach Tapir-Lederfett – ein aromatischer Hauch von Bienen- und Carnaubawachs und Kokosfett. Er war zufrieden. Das Elchleder war gut eingefettet.
Er wischte sich die Hand an seinem Hosenbein ab und kippte den Rest von dem Ahornsirup-Whisky hinunter. Wohliges Prickeln durchströmte seine Kehle. „Noch einen!“ rief er der Kellnerin zu.

21 Uhr. In einer Stunde fuhr sein Zug…

Die Riemen seiner Schneeschuhe schnallte er an seinen abgetragenen ledernen Hosengürtel an der linken Seite fest. Sicher war sicher… Schräg gegenüber am Tresen standen zwei große Grobiane, größer als er – und er war immerhin 1.90 m groß – und schauten hin und wieder zu ihm rüber. Ob sie etwas im Schilde führten?
Die Wochen in der Uranmine hatten ihn misstrauisch werden lassen. Es gab viele Schlägereien, Alkohol und Gezänk…. Viele zwielichtige Gestalten trafen hier aufeinander. Jeder hatte seine eigene schlimme Geschichte… Es war ein grausamer Job in den Schächten, der einen fertig machte. Der viele Dollars in kurzer Zeit brachte. Man musste nur aufpassen, dass man die Zeit überlebte…. Dann konnten seine anderen Träume wahr werden… Ja, er war ein Gauner mit einer rauen Schale, aber einem weichem Kern.

21 Uhr und 15 Minuten. In 45 Minuten fuhr sein Zug…

Elke Zagadzki, im Oktober 2022

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Trautes Heim, Glück allein?!… – 1959

Der dicke Brief von Enrique (2011) – Teil 1

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„Ciudad Bolivar, Anfang 2011

Meine liebe Elke,
als ich vor 14 Tagen einen Anruf von der deutschen Botschaft in Caracas erhielt, fiel ich einfach aus allen Wolken.
Ich hatte nicht mehr in meinem Alter damit gerechnet. Ungefähr zehn Jahre lang nach dem Mauerfall hatte ich noch die leise Hoffnung, Dich mal wiederzusehen, überhaupt sich endlich kennen zu lernen.
Ich mußte dann endlich – da ich festen Glaubens war, daß Ihr meine Adresse gekannt habt – einfach annehmen, daß Du den negativen Einflüssen Deiner Familie (was mich betrifft) -zum Opfer gefallen bist. Gott sei Dank war das nicht so.

Was ich von Deiner Mutter unverantwortlich finde, daß sie noch nicht mal der erwachsenen Tochter die Anschrift Deines Vaters gegeben hat. Was können die Kinder dafür, wenn die Eltern und Großeltern sich nicht einigen können! Ich hatte auch schon genug Krach mit MEINEN Eltern, das dauerte glücklicherweise „nur“ fast vier Jahre. Deine Mutter wußte von Anfang an, wo ich mich aufgehalten habe:

Zuerst eineinhalb Jahre in Canada. Wo ich am Polarkreis in einer Uranmine – an freien Wochenenden auf Jagd nach Bären und Elchen (die Jagdausrüstung hatte ich aus Deutschland mitgenommen, nur die Schneeschuhe mußte ich mir in Edmonton noch besorgen) – mir das Geld für die Venezuela-Pläne verdient habe…..“

Ich ließ den Brief sinken. Es formten sich Bilder und bewegte Szenen in meinem Kopf…. Ja, so könnte es gewesen sein …. :

… Die Jagdausrüstung hatte Heinz – der junge große athletisch aussehende Mann mit den braunen Augen – aus Deutschland mitgenommen. Eine nagelneue Remington 700, ein Gewehr, was kurz vor seiner Ausreise auf den Markt kam. Der Schaft aus dunklem gewachsenen Holz…

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Die Schneeschuhe – 1962

Trautes Heim, Glück allein?!… – 1959

Trautes Heim, Glück allein?!… – 1959

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Frühling 1959. Das ist das Foto „Mutter – Vater – Kind“. Aufgenommen im Garten eines Forsthauses an der holländischen Grenze.

Frühling 2021, 62 Jahre später. Als Elkes Mutter Gertraud mit 90Jahren starb, fand Elke in dem Nachlass dieses Foto.

Es rührte Elke unglaublich an. Jetzt war sie froh, dass sie sich vor einigen Jahren auf die Suche nach ihrem Vater Heinz gemacht hatte. Das Bild vermittelte Elke Geborgenheit, Entspannung, nie gekannte FamilienIdylle. Fast wie Weihnachten, überlegte sie. Maria, Josef und Baby Jesus. Aber noch viel schöner und erotischer.

Ein fremder Betrachter des Bildes könnte denken: „Es waren einmal Gertraud, Heinz und Baby Elke…. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Unendliches Glück, Wärme, Sonnenschein, flatternde Schmetterlinge…. Die Welt liegt den Dreien zu Füßen, die Liebe und Allmacht der Jugend umgibt sie, beneidenswerte Sorglosigkeit…“

Nur Elke wußte, was vorher geschah und wie das Märchen endete. Vorher: Der Skandal eines fast unehelichen Kindes. Tobende Eltern von Gertraud, vor allem zornbebende Mutter Gerda. Schmachvolle Sorge Blutschande oder NichtBlutschande? Der Mann jünger als die Frau. Der Mann ohne Ausbildung, Beruf und Geld. Die Frau strebsam, fleißig, ehrgeizig. Der Mann ein Hallodri und Taugenichts (O-Ton von Gerda). Der Mann aus Westdeutschland, die Frau aus Ostdeutschland.

Dann, leider nur kurz: Schillernde dünne Glücksseifenblase aus Verliebtheit, wonniglicher Wärme (siehe Foto).

Nach dem Platzen der Seifenblase: Zorn, Trauer, Qual bei allen Beteiligten. Wie nach dem Platzen einer Fruchtblase Blut, andere Flüssigkeit und die Schmerzen der Wehen.

Aber wie unter der mühsamen Geburt neues Leben in die Welt kommt, kam auch nach dem Seifenblasenknall und den grausamen Wehen für Mutter, Vater, Kind etwas ganz Neues. Für Gertraud ein selbstverwirklichtes Leben ohne Abwasch und Essenkochen. Für Heinz ein Leben voller verrückter spannender Abenteuer. Und für Elke ein buntes Leben mit viel Nachdenklichem…

Elke Zagadzki, im Oktober 2022

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Die Schneeschuhe – 1962

Der dicke Brief von Enrique (2011) – Teil 1

*ÜBER MICH* – Tintenklecks im Universum

EIN BLOG FÜR LANGSAME – DIE ZEIT IST REIF… >*ÜBER MICH* – Tintenklecks im Universum

A Alter: Fast (100-92) x 8 Jahre.

B Berufe: – Ärztin, später medizinische Fachschullehrerin. Meine Themen: Psychiatrie, Neurologie, Psychologie, Autogenes Training. (B1) – Jetzt im broterwerblich-beruflichen Freiheits- und Ruhestand. (B2) – Bloggerin u.a. für meinen beruflichen Nachlass: viele Arbeitsblätter und Unterrichtsausarbeitungen. Vielleicht kann sie jemand noch verwenden. Ich brauche sie nicht mehr. (B3)

C Computer: – Meine Leidenschaft. Ein Leben ohne Computer ist möglich, aber sinnlos.

D Drucker: – Eine ständige Herausforderung, siehe unter Y.

E Ecken und Kanten an mir, an denen ich arbeite: – Lauf- und Reisemuffel, Stubenhocker, Eigenbrötler, Nachteule.

F Familiäres: – Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie lehrten mich, dass Beruf nicht das Wichtigste im Leben ist. (F1) – Großmutter von Emma. Gemeinsamer Freund: Pumuckl. (F2) – Witwe von Johannes seit dem Frühling, die Zeit ist aus den Fugen. (F3)

G Großmutter Gerda: – Die schillernd widersprüchliche, fürsorgliche Frau. Die mich großzog. Die mir das Häkeln beibrachte. Die mir Werte und Geborgenheit vermittelte. Der Fels in der Brandung, bis ich nicht mehr wollte…

H Heinz, mein Vater: – Alias Enrique, weil die Venezolaner den Namen nicht aussprechen konnten. Abenteurer, den ich am Ende seines Lebens fand.

I Internet: – siehe „Computer“.

J Jugendzeit in Leipzig: – Meine Sturm- und Drangzeit. Beginn meiner Rebellion gegen alles, was „üblich“ war. Dort habe ich jede Konzert- und Theatervorstellung „mitgenommen“. Meine Nachteulen-Eigenschaft kam mir zugute. Seitdem ist Wagner für mich out und Mendelsohn-Bartholdy in.

K Konfession und Gottesbild: – Ursprünglich christlich – evangelisch. Ist mir im Laufe meines Lebens abhandengekommen. Bin jetzt überzeugter Atheist.

L Leitmotto: – Nobody is perfect. Mut zur Lücke.

M MindMaps, die Gedankenlandkarten: – Meine Hilfe in (fast) allen Lebenslagen, zusätzlich zu Y.

N Name Elke: – Mutter Gertraud erzählte mir, dass Elke „die Wehrhafte“ bedeute. Als ich später danach googelte, fand ich dies nicht bestätigt. Schade, die Wehrhafte gefiel mir.

O Orte, die für mich eine Heimat bzw. wichtig waren: – Eisenach. Aufgewachsen im Haus meiner Großeltern Gerda u. Max mit Mutter Gertraud. (O1)Leipzig. Meine Jugend- und Studienzeit. Zeit des Erwachsenwerdens. (O2) – Potsdam. Familiengründung. (O3) – Brandenburg. Arbeit in der Psychiatrie und Neurologie. (O4) – Hermannswerder, Wilhelmshorst. Die Zeit als Fachschullehrer. (O5) – Kloster Lehnin. Aufbruch in ländliche Ruhe. (O6)

P Personen, die für mich wichtig waren/sind (außer den schon erwähnten).: – Mutter Gertraud, die Ärztin, die selten da war. Die strebsame, fleißige Weltenbummlerin. Irgendwann rebellierte ich…. (P1) – Großvater Max, der stille, gutherzige Mann, der die Familie finanzierte. (P2) – Johannes, meine große späte Liebe, mein Verehrer und Verbündeter… (P3) – Schüler, die mir Mut machten, weiter zu machen, wenn ich am Lehrerberuf verzweifelte. (P4) – Freunde mit ähnlichen Interessen, bei denen ich mich wohlfühlen kann. (P5)

Q Qual für mich: – Spontan und schnell sein müssen.

R Roter Faden in meinem Leben: – Ich suche ihn….

S Simone de Beauvoir: – Die „Tochter aus gutem Hause“ war für mich DAS Schlüsselerlebnis in der Leipziger Zeit. Mein Vorbild, Regeln, Konventionen und Religion zu hinterfragen.

T Tätigkeiten, die ich gerne mache: – Malen, Hausmusik mit Freunden, Krimis lesen, Häkeln, Gartenarbeit, Blog bearbeiten.

U Universitärer Vorlesungs-Unterrichts-Stil: – Lernte ich durch meinen Biolehrer, in den ich unsterblich verliebt war, zu schätzen. Für ihn paukte ich besinnungslos den Zitronensäurezyklus und das Leben des Bandwurmes. Er war mein Vorbild für akkurate Wissensaneignung und Formulierung.

V Verrücktsein: – Seit ich in der Psychiatrie gearbeitet habe, ist das Wort kein Schimpfwort mehr für mich, sondern eine wertneutrale Beschreibung von Psychosen: Meine Realitätsebene ist auf eine andere Ebene verschoben, gerrückt, ver-rückt… Ich habe also eine andere Wirklichkeit als meine Mitmenschen. Dadurch können wir uns nur noch schwer verständigen…

W Workaround: – Wie ich auf Umwegen ans Ziel komme. Und nicht weiß, wieso es geklappt hat. Für Johannes als Programmierer ein gängiges Wort. Ich habe es übernommen als sein mentaler Nachlass für alle meine Alltagsnöte.

X X-mal darüber nachgedacht, mal ohne, mal mit Ergebnis: – Sinn meines Lebens?

Y Youtube: – Meine Rettung, seitdem ich Witwe bin, in allen Lebenslagen. Meine erste Rettung: Reparieren des Gartenwasserhahnes. Meine zweite Rettung: Wechseln der Druckerpatrone.

Z Zitat am Ende: – „Ich bin die Tasse mit Sprung.“ (Elke Heidenreich)

Elke Zagadzki, im Oktober 2022

Siehe auch

*GESTERN* >ENRIQUE, DER GOLDSUCHER

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