1. Einführung Psychiatrie – Psychopathologischer Befund

Der psychopathologische Befund ist die Beschreibung von psychischen Auffälligkeiten eines Menschen. Diese Auffälligkeiten sollten möglichst einfach und verständlich beschrieben werden. Der psychopathologische Befund ist für die Diagnosefindung sehr wichtig.

Wenn Sie den psychischen Zustand eines Menschen beschreiben möchten, sollten Sie auf ganz bestimmte „Teile“ der Psyche achten – z.B. auf das Bewusstsein, auf die Orientierung, auf die Stimmung u.s.w.

Ich habe die Begriffe alphabetisch geordnet.

In der Praxis beginnt man meist mit der Einschätzung des Bewusstseins, der Orientierung, der Psychomotorik und des äußeren Erscheinungsbildes. Die Reihenfolge kann aber auch beliebig anders gewählt werden.

Hier eine Übersicht.

Psychopathologischer Befund
„Teile“ der Psyche, die bei einem psychopathologischen Befund beschrieben werden

Punkt 1.1. Affektivität

Punkt 1.2. Bewusstsein

Punkt 1.3. Denken, formales

Punkt 1.4. Denken, inhaltliches

Punkt 1.5. Gedächtnis

Punkt 1.6. Ich-Erleben

Punkt 1.7. Wahrnehmung

Punkt 1.8. Orientierung, Psychomotorik, Suizidalität

 

ARBEITSBLATT: Zeichnung „Muskeleigenreflexe und Reflexbogen“ mit Lückentext

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Stifte
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MerBildLücke
Zeichnung: Elke Zagadzki

Aufgabe

Ergänzen Sie die Lücken mit Hilfe des entsprechenden Fließtextes und der entsprechenden Zeichnung (oder der Unterrichtsvorgaben).

Punkt Weiter mit EPILEPSIE

 

ARBEITSBLATT: Muskeleigenreflexe (MER) und Reflexbogen

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Um einen sicheren Stand, eine sichere Koordination und schnelles Reagieren zu gewährleisten, wurden bei der „Erschaffung“ des Menschen die ______________ „erfunden“.

So auch die Muskeleigenreflexe. Ein Muskel wird gereizt, der _________ Muskel reagiert schnell, ohne dass der lange Weg über das Gehirn genommen werden muss. Es ist also eine ____________________ Bewegung.

Diese Reflexe funktionieren an _______ quergestreiften Muskeln. Besonders gut lässt sich aber der Patellarsehnenreflex (=___________________________) „vorführen“.

 

Die Sehne des großen Oberschenkelmuskels (ist für die ____________________ des Beines im Kniegelenk zuständig) geht über die Kniescheibe zum Unterschenkel. Ein Hämmerchen klopft die Sehne an. Rezeptoren in der Sehne werden gereizt. _________________ (aufsteigende =________________) Nervenfasern leiten diese Erregung weiter zum entsprechenden _________________________ in das Hinter________.

 

Das Ende der Nervenfaser hat eine direkte Verbindung (_____________) zu dem 2. ________________(2. Nervenzelle) im ________________des Rückenmarks. Die Erregung __________von der afferenten Nervenfaser auf das 2. Motoneuron über. Die Erregung läuft über eine _____________(= absteigende =_______________) Nervenfaser aus dem Rückenmark heraus zu dem Oberschenkelmuskel. Die Erregung endet an der motorischen______________. Der Muskel wird erregt und zieht sich zusammen. Er______________. Damit wird er kürzer und der Unterschenkel schnellt vor.

Damit dieser MER nicht ____________im Leben bei den kleinsten Reizen ausgelöst wird – wir würden dann ständig verkrampfen – , gibt es zum Glück die_________________.

Diese beginnt in der motorischen ______________ im Gehirn mit dem Nervenzellkörper des __________________(=1. Nervenzelle, die für die Bewegung zuständig ist). Diese hat einen langen absteigenden Neuriten (= lange _______________ Nervenfaser). Dieser endet in dem entsprechenden ____________________ im Hinterhorn.
In der Pyramidenbahn laufen Fasern mit, die den Reflexbogen____________, sodass dieser nicht ständig abläuft, sondern nur bei einer _____________Reizung. Diese Hemmung funktioniert, weil es eine Verbindung zum 1. Motoneuron gibt.

So hat also die Pyramidenbahn eine Doppelfunktion:
1. die Weiterleitung der _____________________________________ (ist hier bei den MER nicht von Bedeutung) und
2. die Hemmung des ________________________ und damit der MER.

Bei Gehirnerkrankungen(z.B. Schlaganfall oder Infantiler Cerebralparese ICP) ist die Pyramidenbahn oft__________________. Damit fällt die _________________ des Reflexbogens weg. Der Reflexbogen läuft ständig ab. Somit kontrahiert der entsprechende Muskel ständig und ist ständig verkrampft. Er ist_____________. Die Lähmung kommt zusätzlich hinzu, da die _______________________ durch die Schädigung der Pyramidenbahn auch gestört ist. Die Menschen haben also eine_____________________________.

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Aufgabe

Setzen Sie folgende Begriffe in die Lücken:

stärkeren /Unwillkürliche/ Reflexbogens/ spastische Lähmung /hemmen /sensible /Pyramidenbahn / efferente / willentlichen Bewegungsimpulse /springt/ Hemmung/ Willkürmotorik/ Kniescheibensehnenreflex / Reflexe/ kontrahiert/ Streckung/ geschädigt / Afferente /Rückenmarksabschnitt / 1. Motoneurons /Vorderhorn/ ständig / Motoneuron/ motorische/ Rückenmarksabschnitt/ allen / spastisch/ gleiche/ Endplatte/ horn/ efferente/Synapse/ Hirnrinde

 

(Die Lösung finden Sie in dem Fließtext „Muskeleigenreflexe MER und Reflexbogen“.)

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Hier noch einmal der Lückentext „Muskeleigenreflexe MER und Reflexbogen“ als doc-Datei zum Ausdrucken: Lückentext Reflexbogen und MER

 

 

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1.6.1. Muskeleigenreflexe (MER) und Reflexbogen

1.6.NeuroAnatomiePhysiologie Reflexe

1.6.1. Reflexbogen und Muskeleigenreflexe (MER)

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Zeichnung: Pixabay

Um einen sicheren Stand, eine sichere Koordination und schnelles Reagieren zu gewährleisten, wurden bei der „Erschaffung“ des Menschen die Reflexe „erfunden“.

So auch die Muskeleigenreflexe. Ein Muskel wird gereizt, der gleiche Muskel reagiert schnell, ohne dass der lange Weg über das Gehirn genommen werden muss. Es ist also eine unwillkürliche Bewegung.
Die Reflexe funktionieren an allen quergestreiften Muskeln. Besonders gut lässt sich aber der Patellarsehnenreflex (= Kniescheibensehnenreflex) „vorführen“.

Die Sehne des großen Oberschenkelmuskels (ist für die Streckung des Beines im Kniegelenk zuständig) geht über die Kniescheibe zum Unterschenkel. Ein Hämmerchen klopft die Sehne an. Rezeptoren in der Sehne werden gereizt. Afferente (aufsteigende = sensible) Nervenfasern leiten diese Erregung weiter zum entsprechenden Rückenmarksabschnitt in das Hinterhorn. Das Ende der Nervenfaser hat eine direkte Verbindung (Synapse) zu dem 2. Motoneuron (2. Nervenzelle) im Vorderhorn des Rückenmarks. Die Erregung springt von der afferenten Nervenfaser auf das 2. Motoneuron über. Die Erregung läuft über eine efferente (= absteigende = motorische) Nervenfaser aus dem Rückenmark heraus zu dem Oberschenkelmuskel. Die Erregung endet an der motorischen Endplatte. Der Muskel wird erregt und zieht sich zusammen. Er kontrahiert. Damit wird er kürzer und der Unterschenkel schnellt vor.

Damit dieser MER nicht ständig im Leben bei den kleinsten Reizen ausgelöst wird – wir würden dann ständig verkrampfen – , gibt es zum Glück die Pyramidenbahn. Diese beginnt in der motorischen Hirnrinde im Gehirn mit dem Nervenzellkörper des 1. Motoneurons (= 1. Nervenzelle, die für die Bewegung zuständig ist). Diese hat einen langen absteigenden Neuriten (= lange efferente Nervenfaser). Dieser endet in dem entsprechenden Rückenmarksabschnitt im Hinterhorn.

In der Pyramidenbahn laufen Fasern mit, die den Reflexbogen hemmen, sodass dieser nicht ständig abläuft.
Die Hemmung funktioniert, weil es eine Verbindung zum 1. Motoneuron gibt.

So hat also die Pyramidenbahn eine Doppelfunktion:
1. die Weiterleitung der willentlichen Bewegungsimpulse (ist hier bei den MER nicht von Bedeutung) und
2. die Hemmung des Reflexbogens und damit der MER.

Bei Gehirnerkrankungen(z.B. Schlaganfall oder Infantiler Cerebralparese ICP) ist die Pyramidenbahn oft geschädigt. Damit fällt die Hemmung des Reflexbogens weg. Der Reflexbogen läuft ständig ab. Somit kontrahiert der entsprechende Muskel ständig und ist ständig verkrampft. Er ist spastisch. Die Lähmung kommt zusätzlich hinzu, da die Willkürmotorik durch die Schädigung der Pyramidenbahn auch gestört ist. Die Menschen haben also eine spastische Lähmung.

 

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Hier der Fließtext zum Ausdrucken als Doc-Datei: Reflexbogen und MER

 

 

 

Hier eine bildliche Darstellung des Muskeleigenreflexes:

MerBild

Punkt Weiter mit Arbeitsblatt: Muskeleigenreflexe (MER) und Reflexbogen

Limbisches System

1.3. NeuroAnatomiePhysiologie Gehirn

1.3.1.Gehirn-Komplexe StrukturenLimbisches System

Das limbische System ist eine funktionelle Einheit, die aus Teilen
– des Großhirns
– des Zwischenhirns und
– des Mittelhirns
gebildet werden.

Es umgibt die Kerngebiete des Hirnstamms und den Balken wie einen „Saum“ (= limbus).
Zum limbischen System gehören unter anderem:
– der Mandelkern (Corpus amygdaloideum),
– der Hippocampus (Ammonshorn),
– Teile des Hypothalamus, so die Mamillarkörper, die über den Fornix (eine gewölbeartige Faserbahn) mit dem Hippocampus verbunden sind.

Insbesondere Gefühle und emotionale Reaktionen wie Furcht, Wut, sexuelle Wünsche und Aggression entstehen in diesem System unter Beteiligung von Großhirnrinde, Thalamus und Hypothalamus.
Über den Hypothalamus nimmt das limbische System auf zahlreiche Organfunktionen Einfluss.
Beispiele dafür sind
– Durchfall
– Blutdruckanstieg
– erhöhte Herzfrequenz
vor Prüfungen.

Einiges zum Hippocampus:

Der Name rührt von der einem Seepferdchen ähnlichen Form – allerdings mit viel Phantasie 🙂 .

In ihm fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und von dort zur Hirnrinde zurückgesandt werden. Er ganz wichtig für das Kurzzeitgedächtnis und die Orientierung.

Menschen, deren beide Hippocampi (es gibt einen pro Hirnhälfte) zerstört ist, können keine neuen Erinnerungen behalten und abrufen. Sie haben ab dem Zeitpunkt eine anterograde Amnesie. Häufig besteht dabei auch eine retrograde Amnesie – also es gibt Erinnerungslücken für eine kürzere Zeit vor der Zerstörung. Es können diese Erinnerungen nicht mehr abgerufen werden.

Es wurde nachgewiesen, dass im erwachsenen Gehirn im Hippocampus sich neue Nervenzellen bilden (Neurogenese) und dass diese Neubildung mit dem Erwerb neuen Gedächtnisses zusammenhängt.

Punkt Weiter mit 1.6. Reflexe

ARBEITSBLATT: Pyramidenbahn (Lückentext)

Punkt Startseite*PSYCHIATRISCHES, NEUROLOGISCHES, …*    > NEUROLOGIE – EINFÜHRUNG   > 1. Einführung Neurologie – Neuroanatomie/Neurophysiologie   > 1.3. Gehirn   >  1.3.1. Großhirn  > Pyramidenbahn   > ARBEITSBLATT: Pyramidenbahn (Lückentext)

Die Nervenzellen der …………………………………….. sitzen in der……………………………………………………….. Diese liegt in der ………………………………………………. Die Nervenzellen werden als …………………………………………. bezeichnet, also als die ersten Nervenzellen, die der …………………………………………….. dienen. Von hier geht der Bewegungsimpuls aus, wenn ich z.B. bewußt meinen rechten Arm hoch heben möchte.
Die Nervenzellen heißen auch …………………………………., da die Nervenzellkörper an kleine ägyptische Pyramiden erinnern. Sie haben ganz lange Nervenfortsätze (……………………….. oder Axone). Diese ziehen in Bündeln vom Gehirn hinunter zum Rückenmark. Diese Bündel heißen ………………………………………… und enden an den vielen Rüchenmarksabschnitten an den …………………………………….., die ihre langen Fortsätze aus dem Rückenmark in die ………………………………. schicken.
Ein Teil der Pyramidenbahn ……………….. in der …………………………………. (= …………………………………………………………………………………) auf die Gegenseite.

 

Aufgaben

1. Setzen Sie folgende Begriffe in die Lücken:
Medulla oblongata // 2. Motoneuronen // Pyramidenzellen // kreuzt // 1. Motoneurone // Neurite // verlängertes Rückenmark // Pyramidenbahn// bewußten Bewegungssteuerung // primär motorischen Hirnrinde // vorderen Zentralwindung // Pyramidenbahn// Peripherie

(Die Lösung finden Sie in dem Fließtext Pyramidenbahn .)

 

 

2. Malen Sie frei Hand die Oberfläche des Gehirns und beschriften Sie die
vordere Zentralwindung.

3. Malen Sie 1. Motoneurone ein in Form der Pyramidenzellen.

 

 

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Hier noch einmal der Lückentext „Pyramidenbahn“ als Odt-Datei zum Ausdrucken: PyramidenbahnLT

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Punkt Weiter mit 1.3.6. Komplexe Systeme

Pyramidenbahn

1.3. NeuroAnatomiePhysiologie Gehirn

1.3.1.Gehirn-Großhirn

Pyramidenbahn

Die Nervenzellen der Pyramidenbahn sitzen in der primär motorischen Hirnrinde. Diese liegt in der vorderen Zentralwindung. Die Nervenzellen werden als 1. Motoneurone bezeichnet, also als die ersten Nervenzellen, die der bewussten Bewegungssteuerung dienen. Von hier geht der Bewegungsimpuls aus, wenn ich z.B. bewusst meinen rechten Arm hoch heben möchte.
Die Nervenzellen heißen auch Pyramidenzellen, da die Nervenzellkörper an kleine ägyptische Pyramiden erinnern. Sie haben ganz lange Nervenfortsätze (Neurite oder Axone). Diese ziehen in Bündeln vom Gehirn hinunter zum Rückenmark. Diese Bündel heißen Pyramidenbahn und enden an den vielen Rüchenmarksabschnitten an den 2. Motoneuronen, die ihre langen Fortsätze aus dem Rückenmark in die Peripherie schicken.
Ein Teil der Pyramidenbahn kreuzt in der Medulla oblongata auf die Gegenseite.

PyramidenbahnPixabay
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Punkt Weiter mit Arbeitsblatt: Pyramidenbahn (Lückentext)