Königsallee, Hans Pleschinski

Montag, 19.November 2018WP_20160712_15_15_11_Pro_LI

In unserem Literaturkreis lesen wir zur Zeit „Königsallee“ von Hans Pleschinski.

Ein wortgewaltiger Roman, der mich manchmal ziemlich überfordert, manchmal amüsiert kichern läßt, manchmal auch durch Längen – jedenfalls für mich – langweilt. Zum Teil für mich manirierte, übertriebene Schreibweise, die aber bestimmt ganz bewußt so gewählt wurde. Der Thomas-Mannsche Schreibstil sollte hier vermutlich weitergeführt werden.

Das Thema Homosexualität ist super bearbeitet worden … Das gefällt mir absolut.
Ich sammle hier einfach Gedankensplitter, um so nach und nach mich zu sortieren, auch mal etwas nachzulesen, da ich geschichtlich nicht so bewandert bin ….
Ich habe ständig Notizzettelchen bei mir, kritzel, kritzel… und übertrage es dann hier. Mal schauen, was dabei herauskommt.

  • Fiktive Begegnung von Thomas Mann und Klaus Heuser
  • Düsseldorf, Hotel Breidenbacher Hof, Schuhmann, Heinrich – Henry – Heine, Schuhmannsaal
    • Vorbereitung auf den hohen Gast
    • Nazi Generalfeldmarschall Albert Kesselring auch dort, oh,oh… rausgeekelt vom Personal, zieht nach Essen in die Villa Hügel
  • Betrachtungen von/über Klaus Heuser und Thomas Mann
    • Shanghai, Burma, Singapur, Hongkong
    • Sumatra, Boy Anwar kennengelernt
    • Vater Werner Heuser Maler
    • Eltern leben nach dem 2. Weltkrieg in Meerbusch
    • Mutter Mira, temperamentvoll, Mein Garten ist Karnevall, aus der jüdischen Patriziergeschlecht Oppenheimer
    • 1927 Treffen mit Thomas Mann auf Sylt (Das stimmte wirklich.)
    • Königliche Hoheit von Thomas Mann läuft gerade als Kinofilm
  • Gespräch Katja Mann und Erika Mann: Vor uns kann er fast Mensch sein … Was wären wir ohne ihn… Krüppel… Wir sind Sanitäterinnen und Wagenlenker…
  • Erika kommt zu Klaus Heuser und Anwer aufs Zimmer
    • Urkomische Szenen…
    • Haben Betten zusammengestellt
    • Erika will sie vertreiben, damit Thomas Mann Klaus Heuser nicht trifft…
    • Erika redet zu viel, redet, redet, stellt sich dar (mir sehr unsympathisch…)
  • Begegnung und Gespräch mit Ernst Bertram
    • Patenonkel von Elisabeth Mann( später Elisabet Mann Borgese, Seerechtsexpertin und Ökologin, 1918 bis 2002, Anmerkung Elke Zagadzki)
    • Ist dann für den Nationalsozialismus
    • … Nietzsche … Stephan George… Ernst Glöckner
    • Harry Heinrich Heine, Düsseldorf, Ich weiß nicht, was soll es bedeuten…
  • Begegnung und Gespräch mit Golo Mann
    • Salem, Heuser schläft im Bett von Golo Mann
    • Thomas Mann, Man berührt das Kind…, wenn man einen menschlichen Körper berührt…
    • Golo Mann, der Zauderer, der Beißer…
    • Julio Kocherthaler? Salem… Freund von Golo Mann
    • Klaus Heuser muß Joseph (und seine Brüder) teilen mit Julio, da Thomas Mann ihn auch toll fand…
    • Klaus Mann (jetzt schon tot) mußte auf die Odenwaldschule, weil er für Salem zu hübsch war und bestimmte außergewöhnliche Neigungen hatte…
    • Golo im Lausitzer Bergwerk zeitweise
  • Thomas Mann in der Zwischenzeit Kulturprogramm und Interview mit kleinwüchsigen Lübecker Journalistin Kückebein (schlagfertiges Antworten auf Erikas Fragen, Verwandte in Gaskammern umgekommen)
  • Kapitel 7, Betrachtungen vom alten Thomas Mann, Frühstück mit Katja
    • Agnes Meyer…
    • Deprimierende Altersschilderung, Gedankensplitter…
    • Katja macht Lobhuddellei zu ihrem Mann, Thomas total egozentrisch, fragt überhaupt nicht nach Katja…
    • Kammerkatzen (haha, Männer, Anmerkung Elke Zagadzki)
    • Katja sagt Tommy zu Thomas Mann
    • Mit Importoliven war wohl kaum zu rechnen … (ziemlich verwöhnte arrogante Leute, Anmerkung von Elke Zagadzki)
    • Thema Kesselring und Golo Mann und Liebhaber
    • Erika beteiligt sich am Gespräch, unterschätzt Katja oft, diese ist sehr alltagspraktisch…
  • Betrachtungen von Klaus Heuser über die Ehe mit Anwar…
  • Nach Lesung im Schuhmannsaal Empfang im Düsseldorfer Malkasten
    • Katja lädt auch Heuser mit Begleiterin ein, registriert gelassen den geschlechtichen Irrtum…
    • Begegnung Heuser und Mann, Blick-und Wortwechsel, beide gerührt
  • Beide büchsen nachts aus, Taxifahrt zum Park von Schloss Benrath, erwarten Sonnenaufgang
    • Emotionsgeladene, für meinen Geschmack sehr schwülstige Gespräche…

Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, wenn man den Thomas-Mannschen Schreibstil mag, sich geduldig darauf einlassen kann und viel Zeit dafür mitbringt.

Und es ist für mich eine Hommage an die Selbstverständlichkeit und Normalität von Homosexualität.

Trigger – Phobia – Die Nacht gehört den Wölfen, Wulf Dorn

Sonnabend, 10. November 20185_m

Vor Kurzem bekam ich drei Psychothriller geborgt. Heute habe ich den letzten zu Ende gelesen.

Ich kann sie weiterempfehlen an alle, die sich für Psychiatrie und psychiatrische Krankheiten und Themen interessieren. Sie sind super spannend, aber alle gut recherchiert, oft von der Seite eines psychiatrischen Klienten betrachtet. Und alles davon KÖNNTE passieren!!!! Realistisches und Psychotisches verschwimmen oft so, dass ich von den Ausgängen oft total überrascht wurde!

Hier die Titel:

  • Trigger
  • Phobia
  • Die Nacht gehört den Wölfen

Viel Spaß beim Lesen!!!

Rezept schwedisches Knäckebrot

gitarre
Gitarre, Collage, Elke Zagadzki, 1990

Sonnabend, 3.November 2018

Heute Abend gebe ich eine Geburtstags-Nudel-Party.

Dazu gibt es gemeinsames Singen mit Gitarre und Geige und schwedisches Knäckebrot.

Das Rezept bekam ich von einem netten Kollegen. Und der hatte es von seiner Tochter, die es von einer Schwedenreise mit brachte.

Es ist ganz einfach und schnell zu machen und schmeckt wunderbar!


Schwedisches Knäckebrot mit Maismehl

  • 100 ml Sesam
  • 100 ml Leinsamen
  • 200 ml Sonnenblumenkerne
  • 400 ml Maismehl
  • Ein bisschen Salz
  • 100 ml Kürbiskerne
  • 100 ml Olivenöl
  • 400 bis 500 ml Wasser

Bei Heißluft 120 Grad 50 Minuten backen. Die Zeit kann etwas variieren.


Trigger, Wulf Dorn

Mittwoch, 31.Oktober 20185_m

„Trigger“ (Wulf Dorn) weitergelesen. Interessante Infos

  • Aus der Geschichte der Psychiatrie:

    • Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges.
    • Zwei italienische Psychiater beobachten Schweine.
    • Sehen, wie man Schweine vor ihrer Schlachtung mit Stromstößen betäubt.
    • Schweine krampfen, bekommen also einen epileptischen Anfall, speziell einen Grand-Mal-Anfall (großer Anfall).
    • Die beiden Psychiater wussen, dass epileptische Anfälle psychotische Zustände beseitigen können.
    • Das ist die Geburtsstunde der umstrittenen Elektrokrampfbehandlung (EKB), durch Strom wird künstlich ein Grand- mal-Anfall bei Patienten herbeigeführt.
  • Dissoziative Fugue:

    • Das ist die Auflösung des Rätsels … Weiter verrate ich nichts. 🙂

GEDANKENSPRÜNGE IM FREIHEITSSTAND

Mittwoch, 30.Oktober 2018

Heute
Abschied im Winter 2017

  1. Vier Wochen in meiner neuen Freiheit! Keine Lohnarbeit mehr (auch wenn ich sie zum Teil sehr gern gemacht habe). Vier Wochen im broterwerblich-beruflichen Ruhe-Freiheitsstand!
  2. Liegestütze… oh,oh….
  3. Bücher aus dem Non-Krimi-Bücherregal aussortiert.
  4. In der Sonne zu Mittag gegessen.
  5. In Pleschinski „Königsallee“ gelesen. Die ersten 20 Seiten. Mal schauen…
  6. An meiner Homepage gebastelt. Vieles muss ich wieder neu lernen.
  7. Vergeblich versucht, eine Gruppe, die ich verwalte, bei Facebook zu löschen. Weiß jemand, wie das geht?
  8. Einige Minuten auf meiner Gitarre gespielt. Meine Finger sind so steif, habe viele Jahre nicht mehr geübt.
  9. Nachher lese ich weiter Wulf Dorn „Trigger“. Spannend!