Grundgedanke der Persönlichkeitstheorie von Rogers ist das Streben des Menschen nach Selbstverwirklichung.
Der Mensch setzt sich im Kindes- und Jugendalter mit seiner Umwelt auseinander.
Die hierbei erlebten Wahrnehmungen, Eindrücke und Erlebnisse beeinflussen die Entwicklung des Selbstkonzeptes. Es kann sowohl ein negatives als auch ein positives Selbstkonzept entwickelt werden.
Das Selbstkonzept beinhaltet
das Idealselbst : – die Erwartungen der Gesellschaft an den Menschen, bzw. welche Eigenschaften und Fähigkeiten er gerne hätte und
das Realselbst : – welche Eigenschaften/Fähigkeiten der Mensch tatsächlich hat.
Dabei muss das individuelle Realselbst – was ich von mir habe – nicht unbedingt mit dem Realselbst – was andere von mir haben – übereinstimmen.
Die beiden Pole – Idealselbst und Realselbst als auch Realselbst und individuelles Realselbst – dürfen nicht zu weit voneinander abweichen, da es sonst zu Minderwertigkeitsgefühlen oder anderen psychischen Störungen kommen kann.
Deshalb ist „Erkenne Dich selbst!“ so wichtig!
Aus diesem Text habe ich einen Lückentext gemacht:
Ursprung und Anschauung der klientenzentrierten Gesprächsführung (KzG) ist die Humanistische Psychologie (Vertreter: Carl Rogers, Ruth Cohn, Thomas Gordon u.a.). Sie besagt, in jedem Menschen sei eine positive Grundtendenz vorhanden mit dem Streben nach
Diese positive Grundtendenz kann durch diverse Faktoren im Leben eines Menschen verschüttet werden.. Carl Rogers entwickelte in der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie eine Gesprächsführung, die hilft, dass der Klient wieder an seine „guten“ Eigenschaften herankommt: „Erkenne Dich selbst!“ (Heraklit).
Der Schalenmann von KEITH HARING stellt für mich symbolisch die vielen Schalen, Fassaden, Masken dar, die wir als Menschen um uns haben. Es ist oft eine harte, mühsame Arbeit, an unseren wahren und guten inneren Kern heranzukommen.
Die Technik des Beraters ist v.a. das Aktive Zuhören. Die Haltung des Beraters ist dabei geprägt von Empathie, Wertschätzung und Kongruenz (siehe weitere Ausführungen). Ohne diese funktioniert die Technik nicht.
Der Klient erkennt dadurch seine guten Eigenschaften (Selbsterkenntnis), erkennt selber seine Probleme und deren Ursachen entwickelt selber Lösungsmöglichkeiten: => Hilfe zur Selbsthilfe auch für das spätere Leben => Autonomie
Die Klientenzentrierte Gesprächsführung wurde ursprünglich als Therapie entwickelt. Sie hat sich aber bewährt als wirksame Gesprächsführung auch für nichttherapeutische Gespräche wie z.B. für unterschiedlichste Beratungsgespräche oder für Gespräche von Arbeitenden mit hilfebedürftigen Menschen (Seniorenheime, Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen). Oder wenn ein Kind mit Problemen zu den Eltern kommt. Oder wenn ein Mensch Sorgen hat und zum Freund oder Partner damit geht.
Die Definition zerschnippelte ich. Meine Schüler mussten das Puzzle zusammensetzen.
Es entstand folgender Text:
Die Berater sind hier in dem Text Heps = Heilerziehungspflegerschüler. Bei ihnen hatte ich am häufigsten das Thema unterrichtet. Es könnte aber dort jede andere Berufsgruppe stehen.
Eine Übersicht zur „Klientenzentrierten Gesprächsführung“ (=KzG). Sie beginnt ganz unten mit einer Einführung. Ich hangle mich von unten nach oben – Punkt für Punkt – durch das Thema.
Die häufigsten Halluzinationen sind bei Menschen mit Schizophrenie akustische Halluzinationen, und zwar das Hören von Stimmen. Diese werden von den Betroffenen in ihrem Körper oder um sie herum wahrgenommen und haben Realitätscharakter.
Sinnestäuschungen sind sehr vielfältig. Sie können als einfache Wahrnehmungsveränderungen, illusionäre Verkennungen oder Halluzinationen in allen Sinnesbereichen auftreten.
Hier eine kurze Vorstellung der einzelnen Sinnestäuschungen:
Erinnern Sie sich an Ihren letzten grippalen Infekt. Und an die Zeit kurz bevor es so richtig bei Ihnen „losging“. Sicher haben Sie sich einige Tage zuvor irgendwie schlapp gefühlt. Vielleicht hat es im Hals ein wenig gekratzt. Es wurde Ihnen alles zu viel. Und Sie haben womöglich schlechter geschlafen …
Sie hatten also VOR der richtig schlimmen Erkältung Frühsymptome oder Vorboten. Das kann man bei vielen Erkrankungen beobachten. So auch bei der Schizophrenie.
Oft lange vor dem Offensichtlichwerden der Psychose berichten Betroffene über unspezifische Symptome. Sie können Wochen bis Monate anhalten. Meist fangen sie ganz allmählich an und werden zunehmend auffälliger.
Einige Frühsymptome sind
Schlaflosigkeit,
zunehmende Geräuschempfindlichkeit,
Konzentrationsstörungen,
unbestimmte Angst,
Mißtrauen,
Gereiztheit,
Interessenverlust oder
Niedergeschlagenheit.
Sie sehen, es sind ganz allgemeine, unbestimmte Zeichen. Man kann aus diesen nicht schließen, dass bei einem Menschen eine Psychose ausbricht. Allerdings kann ein erfahrener Betroffener, der öfters einen Psychoseschub hatte, diese Anzeichen als Vorboten eines nächsten Schubes deuten. Und wenn er gute Erfahrungen in der psychiatrischen Behandlung schon hatte, wird er sich rechtzeitiger therapieren lassen. Häufig verlaufen dann solche Schübe kürzer und nicht so dramatisch.
Es wäre vermessen, alle Symptome, die ein Mensch mit einer Schizophrenie aufweisen kann, hier vorzustellen. Ich stelle Ihnen die aus meiner Sicht wichtigsten und häufigsten Symptome vor. Die, die ich auch in meinem Unterricht durchgegangen bin. Mein Anliegen war es, dass sich meine Schüler wenigstens ein wenig in die Welt ihrer Klienten hineinversetzen konnten. Und dass sie in der Lage waren, auf bestimmte Äußerungen der Klienten klientenzentriert zu antworten. Entsprechende Übungen werde ich auch noch hier einstellen. Nur so können sich die Klienten angenommen und nicht als „verrückt“ im negativen Sinne abgestempelt fühlen. Der Betreuer muss sich also in die Welt des Klienten hineinbegeben können – NICHT umgekehrt! – und versuchen, ihn dort abzuholen. Das ist normalerweise schon schwer genug. Bei einem Menschen mit Psychose fast unmöglich. Aber eben nur fast… Probieren sollte man es auf jeden Fall.
Minus- und Plussymptome bei einer Schizophrenie
Ein betroffener Mensch kann alle Symptome haben. Oft zeigen sich aber nur einige. Sie können sehr intensiv ausgeprägt sein. Oder aber in so geringer Intensität, dass ein ganz „normales“ Leben möglich ist. Sie können auch sehr plötzlich da sein. Oder allmählich nach und nach sich einstellen. Mal verschwindet das eine Symptom, dann kommt vielleicht ein neues hinzu ….
Sie sehen, die Krankheit ist sehr schillernd und vielfältig. Und bei jedem Menschen mit Schizophrenie anders. Deshalb spricht man auch von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis bzw. von DEN Schizophrenien (und nicht nur von DER Schizophrenie) oder auch von Psychosen des schizophrenen Spektrums. Hier werden auch die Mischpsychosen aus Schizophrenie und Gemütspsychosen (= schizoaffektive Psychosen, zykloide Psychosen) hineingepackt.
Die Symptome, die ich hier ausgewählt habe, erzeugen meistens viel Leid und quälen die Menschen. Es gibt aber auch wenige Psychosen, die ein gutes bis glückseliges Gefühl erzeugen (Glückspsychosen). Da sie aber genauso wie die als quälend empfundenen Symptome bewirken, dass der Betroffene realitätsfern wahrnimmt und handelt, ist trotz tollem Erleben oft kein „normales“ Leben dabei möglich.
Die Symptome treten nicht nur bei einer Schizophrenie auf. Auch bei exogenen Psychosen (siehe da Schizophrenie – Einführung) können sie auftreten. Deshalb kann man nicht automatisch nur aus den seelischen Symptomen die Diagnose erstellen, sondern muss vorher gründliche körperliche Untersuchungen machen, um eine körperliche Erkrankung auszuschließen (siehe Differentialdiagnosen Schizophrenie – Einführung). Die Therapien sind ja dann auch ganz anders.
Hier noch einmal die ausführlichere Übersicht zu den Symptomen einer Schizophrenie:
Eine alleinige Ursache für die Schizophrenie gibt es nicht. Hier erst einmal der Überblick über die Hypothesen der Entstehung. Sie merken, ich formuliere sehr vorsichtig. Es ist halt Vieles noch nicht so richtig geklärt und bewiesen. Aber in 50 Jahren ist es vielleicht dann so weit… Oder auch nicht…
Nach dem Überblick werde ich dazu etwas erläutern.
Hier einige Erläuterungen zu diesem MindMap.
Multifaktoriellen Entstehung.
Die Schizophrenie – eine sehr häufige psychische Erkrankung – gilt als endogene Psychose. Endogen heißt eigentlich „von innen entstehend“. Das ist etwas irreführend, da ja auch ein Hirntumor z.B. von innen im Gehirn entsteht. Sie können es sich so merken: Die Psychose kommt ohne organische Erkrankung einfach so von innen.
Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Es gibt viele Erklärungsversuche. Vermutlich – so sehen das jedenfalls die Vertreter der gängigen Schulpsychiatrie – spielen viele Faktoren (= multifaktoriell) für die Entstehung der Erkrankung eine Rolle. Und zwar genetische, biochemische und anatomische Faktoren und psychosoziale Faktoren.
Deshalb spricht man auch von einer multifaktoriellen Entstehung.
Genetische Faktoren
Erkrankt ein eineiiger Zwilling an Schizophrenie, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der andere Zwilling auch an dieser endogenen Psychose erkrankt, bei 50%. Das ist eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, aber keine 100%ige. Das zeigt, dass die genetische Grundlage nicht die alleinige Ursache ist. Es müssen also noch andere Faktoren hinzukommen (siehe unten).
Man spricht von einer erhöhten Anfälligkeit (Vulnerabilität, siehe unten) oder Veranlagung für diese Krankheit. Ein anderes Wort in der Medizin ist Disposition.
Diese genetische bzw. familiäre Disposition führt nur zur Erkrankung, wenn andere Faktoren hinzukommen.
Biochemische Faktoren
Es wird ein Ungleichgewicht unter anderem von den Botenstoffen (Neurotransmittern) Dopamin und Acetycholin in bestimmten Hirnregionen (u.a. im limbischen System) vermutet. Das Dopamin überwiegt. Bzw. Dopaminrezeptoren sollen überempfindlich reagieren.
Anatomische Faktoren
Gehirnuntersuchungen haben bei einigen Patienten mit Schizophrenie Gehirnauffälligkeiten ergeben. Z.B. Vergrößerung eines Gehirnhohlraumes, veränderte Hirndurchblutung oder leichte Schäden durch vor-, während- oder nachgeburtlicher Komplikationen.
Diese Befunde als alleinige Ursachenerklärung der Schizophrenie reichen nicht aus. Dazu sind sie oft nicht schwer genug, andere Menschen ohne Schizophrenie haben sie auch bzw. viele Menschen mit Schizophrenie zeigen nicht diese neuroanatomischen Befunde.
Psychosoziale Faktoren
Das sind Störungen im Miteinander in der Familie (auch in der Ursprungsfamilie), in der Partnerschaft, im Beruf.
Oft sind es konkrete negativstressige Belastungen wie Prüfungszeiten, Trennungen, Hektik oder Konflikte. Es können aber auch schöne Situationen sein wie Verliebtheit oder tolle Reisen. Für das Gehirn kommt jedenfalls gefühlsmäßig Einiges „durcheinander“.
Nach der gängigen Schulpsychiatrie geht man davon aus, dass diese Faktoren als Auslösefaktoren die Psychose „ins Rollen bringen“ können. Und dass psychosoziale Faktoren erheblich auf den Krankheitsverlauf einwirken. Sie sind aber nie die alleinige Ursache einer Schizophrenie.
Therapeutisch finde ich das sehr wichtig: Genetisch und anatomisch lässt sich nichts beeinflussen. Für die Regulation der Biochemie werden Antipsychotika eingesetzt. Und psychosozial können ganz viele Psycho-, Sozio- und andere nichtmedikamentöse Therapien/ Trainingsangebote oder persönliche Umfeldveränderungen positiv auf die Krankheit und den Krankheitsverlauf einwirken.
Vulnerabilitätskonzept
(lat. vulnerare = verwunden, verletzen)
Es gibt Menschen, die eine höhere innere „Verletzbarkeit“ im Sinne von „Anfälligkeit“ besitzen, an einer Schizophrenie zu erkranken. Diese Anfälligkeit ist vermutlich vor allem genetisch bedingt.
Je höher die Vulnerabilität eines Menschen ist, desto eher können relativ kleine Belastungen – die von anderen Menschen gut verkraftet werden – zum Ausbruch der Erkrankung führen.
Stellen Sie sich vor, Sie sind frisch verliebt. Ein total aufregender Zustand. Die meisten Menschen genießen ihn und überstehen ihn gut. Bei einem Menschen mit einer hohen Vulnerabilität für die Entstehung einer Schizophrenie kann aber durch die Verliebtheit eine Schizophrenie ins Rollen kommen.
Also Belastungen können auch schöne Dinge sein wie Verliebtheit oder tolle Reisen. Oft sind solche Belastungen aber Negativstress wie Prüfungszeiten, Trennungen, Hektik oder Konflikte.